Prägende Kindheit

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evelyn heger Avatar

Von

Wie Kindheitserinnerungen nachhaltig das spätere Leben prägen illustriert Honor Jones einfühlsam in ihrem neuen Roman ´Schlaf´.
In den ersten Kapiteln lernen wir Margaret als Kind kennen, begleiten sie auf ihren Erkundungen mit ihrer Freundin Biddy und erfahren von ihrem Verhältnis zu ihrer Familie und speziell zu ihrer Mutter.
Die Mutter Elizabeth wird von ihr bewundert und auch gefürchtet, Margaret schafft es nicht, sich zu behaupten und aufzubegehren.
Die Kindheit ist überschattet von einem Ereignis, das Margaret nächtelang in Angst versetzt und das sie erst als Frau und Mutter verbalisieren lernt.
Erinnerungen kehren wieder, als die Mutter krank wird und Margaret, zwiegespalten von Liebe und Gegenwehr, in die Pflege einbezogen wird.
Als geschiedene, alleinerziehende Mutter zweier Mädchen erkämpft sie sich ihr eigenes Leben und geht auch eine neue Partnerschaft ein.
Die eigentliche Lösung beginnt erst nach dem Tod der Mutter.
Margarets Gedanken und Gefühle werden einfühlsam und nachhaltig geschildert, der Schreibstil ist flüssig und regt zu eigenen Gedanken an. Ein lesenswertes Buch.