Spannende familiäre Bindungen
Honor Jones’ Schlaf eröffnet mit einer Rückkehr in das Elternhaus, in dem Margarets Mutter im Sterben liegt, und entfaltet ein vielschichtiges Porträt familiärer Bindungen und verschlossener Geheimnisse. Margaret begegnet Erinnerungen an eine Kindheit, geprägt von unbequemer Aufmerksamkeit und einer Mutter, die Kontrolle über Fürsorge ausübte und Selbstbehauptung verlangte. In diesem heißen Sommer stellt sie sich Momenten entgegen, die ihr Verhältnis zur Mutter formten, und erkennt die Komplexität des eigenen Glücks. Jones gelingt es, diese introspektive Reise mit poetischer Präzision und erzählerischer Kraft zu schildern. Schlaf erfüllt die Erwartungen an ein literarisches Werk, das zugleich berührt und nachklingt. Ich gebe diesem Buch fünf von fünf Sternen und werde es definitiv in meinem Freundeskreis empfehlen!