Traurig
„Schlaf“ von Honor Jones ist ein melancholischer, berührender Roman, der mich emotional abgeholt hat. Die Geschichte zeigt, wie prägend und auch verletzend die Beziehung zwischen Mutter und Tochter sein kann, auch über Jahre hinweg. Im Mittelpunkt steht Margaret, die mit ihren Töchtern ins Elternhaus zurückkehrt, während ihre Mutter im Sterben liegt. Das Haus ist voller schwieriger Erinnerungen an die Kindheit mit Ihrer kühlen und kontrollierenden Mutter. Nach und nach wird Margarets Vergangenheit sichtbar – ihre Kindheit, belastende Erlebnisse und prägende Momente und auch Versuche, ihren eigenen Weg zu finden. Diese Atmosphäre ist traurig und voll unterschwelliger Spannungen, aber manchmal hätte ich mir etwas mehr Handlung gewünscht. Trotz einiger Schwächen, insgesamt eine aufrichtige Leseempfehlung.