Traumatisierende Kindheitserinnerungen
Dieses Buch beschreibt eine diffizile Mutter-Tochter Beziehung in verschiedenen chronologischen Zeitphasen. Dabei gibt es auch immer wieder inhaltlich relevante Rückblicke, die die Haltung von Mutter Elizabeth beleuchten und zu erklären versuchen.
Wir lernen Margaret als vorpubertären Teenager kennen, zwischen kindlichem Versteckspiel und leisem Schwarm für einen Nachbarsjungen. Die dominante Mutter Elizabeth zeigt sich hier bereits wenig einfühlsam, als sie ihre Tochter zwingt, ihre verdreckte Kleidung vor anwesenden Gästen abzulegen, um nur ja keinen Schmutz ins Haus zu bringen. Allein das fand ich schon erniedrigend für Margaret, aber schnell kommt es zu weiteren unverständlichen Verhaltensweisen der Mutter.
In dieser Zeit kommt es zu sexuellen Übergriffen durch Margarets Bruder. Da gibt es eine kleine versteckte Kamera im Badezimmer der Kinder, was Margaret verstört und sie deshalb Unterstützung von ihrer Mutter erhofft. Da diese aber ihren Sohn vergöttert, wird alles unter den Tisch gekehrt und als harmlos dargestellt. Noch schlimmer wird es für Margaret, als der Bruder nachts in ihr Zimmer schleicht und sie berührt. Mit diesen Erfahrungen bleibt die Zehnjährige ganz allein, sie kann sich niemandem anvertrauen und trägt diese traumatisierenden Erfahrungen mit in ihre spätere Rolle als Ehefrau, Geliebte und Mutter.
Ich finde das Buch sehr ergreifend und musste immer mal wieder innehalten und das Gelesene überdenken, weil es so unbegreiflich ist, dass ein Kind keinen Rückhalt bei der Mutter findet. Somit ist es keine leichte Lektüre, die man einfach mal so zur Unterhaltung liest, sondern es macht betroffen. Und doch ist es realistisch, Nachrichten solcher Art erscheinen immer wieder in der Öffentlichkeit.
Die übergriffigen und nicht verarbeiteten Ereignisse beeinflussen Margaret in ihrem Denken und Handeln besonders deutlich, als sie selbst Mutter zweier Töchter ist und sie überall unüberschaubare Situationen zu sehen meint, vor denen sie ihre Töchter schützen will. Denn sie will ihre Töchter davor bewahren, missbraucht zu werden.
Interessant und überzeugend dargestellt empfand ich auch die andauernde dominante Haltung von Margarets Mutter, selbst als sie schon sterbenskrank ist. Noch immer versucht sie Margaret zu beeinflussen und schreckt auch nicht davor zurück, ihre Enkelinnen gegen die eigene Mutter auszuspielen, nicht offensichtlich, aber in gewohnter Weise unauffällig. Eine unglaubliche und selbstverliebte Verhaltensweise!
Der Schreibstil der Autorin spricht mich sehr an, denn er ist sofort zugänglich, obwohl hinter den eher ruhigen Schilderungen eine hohe Aussagekraft steht. Einzelne Szenen wirken zunächst harmlos, entfalten sich aber sehr atmosphärisch, wenn man sich vor Augen führt, was man da gerade gelesen hat.
Dies ist eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe, weil es auf ruhige Art und Weise in die Tiefe geht und zum Nachdenken anregt.
Wir lernen Margaret als vorpubertären Teenager kennen, zwischen kindlichem Versteckspiel und leisem Schwarm für einen Nachbarsjungen. Die dominante Mutter Elizabeth zeigt sich hier bereits wenig einfühlsam, als sie ihre Tochter zwingt, ihre verdreckte Kleidung vor anwesenden Gästen abzulegen, um nur ja keinen Schmutz ins Haus zu bringen. Allein das fand ich schon erniedrigend für Margaret, aber schnell kommt es zu weiteren unverständlichen Verhaltensweisen der Mutter.
In dieser Zeit kommt es zu sexuellen Übergriffen durch Margarets Bruder. Da gibt es eine kleine versteckte Kamera im Badezimmer der Kinder, was Margaret verstört und sie deshalb Unterstützung von ihrer Mutter erhofft. Da diese aber ihren Sohn vergöttert, wird alles unter den Tisch gekehrt und als harmlos dargestellt. Noch schlimmer wird es für Margaret, als der Bruder nachts in ihr Zimmer schleicht und sie berührt. Mit diesen Erfahrungen bleibt die Zehnjährige ganz allein, sie kann sich niemandem anvertrauen und trägt diese traumatisierenden Erfahrungen mit in ihre spätere Rolle als Ehefrau, Geliebte und Mutter.
Ich finde das Buch sehr ergreifend und musste immer mal wieder innehalten und das Gelesene überdenken, weil es so unbegreiflich ist, dass ein Kind keinen Rückhalt bei der Mutter findet. Somit ist es keine leichte Lektüre, die man einfach mal so zur Unterhaltung liest, sondern es macht betroffen. Und doch ist es realistisch, Nachrichten solcher Art erscheinen immer wieder in der Öffentlichkeit.
Die übergriffigen und nicht verarbeiteten Ereignisse beeinflussen Margaret in ihrem Denken und Handeln besonders deutlich, als sie selbst Mutter zweier Töchter ist und sie überall unüberschaubare Situationen zu sehen meint, vor denen sie ihre Töchter schützen will. Denn sie will ihre Töchter davor bewahren, missbraucht zu werden.
Interessant und überzeugend dargestellt empfand ich auch die andauernde dominante Haltung von Margarets Mutter, selbst als sie schon sterbenskrank ist. Noch immer versucht sie Margaret zu beeinflussen und schreckt auch nicht davor zurück, ihre Enkelinnen gegen die eigene Mutter auszuspielen, nicht offensichtlich, aber in gewohnter Weise unauffällig. Eine unglaubliche und selbstverliebte Verhaltensweise!
Der Schreibstil der Autorin spricht mich sehr an, denn er ist sofort zugänglich, obwohl hinter den eher ruhigen Schilderungen eine hohe Aussagekraft steht. Einzelne Szenen wirken zunächst harmlos, entfalten sich aber sehr atmosphärisch, wenn man sich vor Augen führt, was man da gerade gelesen hat.
Dies ist eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe, weil es auf ruhige Art und Weise in die Tiefe geht und zum Nachdenken anregt.