Gut erzählte Geschichte

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„Schwarzer September“ fängt sofort diese Mischung aus Sommer, Musik, Erwachsenwerden und politischer Unruhe ein. Der zwölfjährige Gigio entdeckt nicht nur David Bowie und erste Gefühle, sondern wird plötzlich mitten in eine Welt gezogen, in der Gewalt, Mord und Geschichte keine abstrakten Dinge mehr sind. Das macht den Einstieg gleichzeitig leicht und schwer. Leicht wegen der Atmosphäre, schwer wegen der Themen, die sich langsam andeuten. Mir gefällt besonders, wie Veronesi die frühen 70er lebendig macht: Strand, Vinyl, Schachduell, Olympia. Und dann bricht die Realität mit voller Wucht ein. Ein Coming-of-Age im Schatten eines politischen und persönlichen Umbruchs. Ich würde sehr gern weiterlesen, um zu erleben, wie Gigio mit all dem umgeht und wie sich die Ereignisse um Astels Familie und München weiter verweben.