Vom Film zum Buch
„Broadchurch“ und „Seven Dials“ kenne ich nicht, aber „Septembermord“, das Romandebüt von Chris Chibnall, hat mich nicht überzeugt. Dabei mag ich eigentlich englische Krimis. Worum geht es?
Schauplatz ist Fleetcombe, ein fiktives Dorf in der englischen Grafschaft Dorset. Mitten auf der Straße wird die Leiche des Gastwirts des „White Hart“, Jim Tiernan, tot aufgefunden: bizarr inszeniert, halbnackt an einen Stuhl gefesselt, ein Hirschgeweih auf dem Kopf.
Detective Nicola Bridge und DC Harry Ward ermitteln. Warum ein Geweih und warum auf der Straße? Wer ist der Täter? Jede Menge Verdächtige, aber weit und breit kein Motiv. Fleetcombe, wo die Menschen eine verschworene Gemeinschaft bilden. Fast jeder hat ein Geheimnis, etwas zu verbergen.
„Septembermord“ ist mäßig spannend. Weder inhaltlich noch stilistisch ist es besonders bahnbrechend. Eine kindliche, einfache Sprache mit simplen Dialogen: „Wow, Haha…“ Bämm.
Die Figurenzeichnung ist gut gelungen. Nicola, die erst kürzlich aus Liverpool in ihre Heimat zurückgekehrt ist und der junge Harry, ein ungleiches Paar, das sich zusammenraufen muss.
Auch die Verdächtigen sind gut gezeichnet: Paketbote Eddie, Jims Schwester Patricia, seine Freundin Irina, Frankie, der Friseur und Deakins, der bärtige, bullige Farmer.
Und dann ist da noch die kleine Shannon, die alles sieht, aber für andere unsichtbar ist.
Ein klassischer Whodunit. Ein Krimi, den man so oder so ähnlich schon oft gelesen hat und der bei mir leider keinen bleibenden Eindruck hinterlässt.
Fazit: Start einer neuen englischen Krimi-Reihe. It was okay.