O du staubige Weihnachtszeit
Siggi ist ein Silberfischmädchen und lebt glücklich und zufrieden unter der Fliese mit dem Fischmuster im Badezimmer der Wohnung im dritten Stock. Sie liebt es sich von kleinen Staubflocken zu ernähren und lebt weitestgehend im Verborgenen, denn sie huscht sofort davon, wenn Menschen im Badezimmer das Licht einschalten. Eines Tages schaut sie aus dem Fenster und stellt mit Schrecken fest, dass die Nachbarn einen Weihnachtsbaum gekauft haben. Das kann nur bedeuten, dass bei den Menschen die sauberste Zeit des Jahres begonnen hat und alles für das Fest blitzblank und staubfrei geputzt wird. Siggi trommelt in Eile ihre Freunde zusammen, damit sie sich gemeinsam ein sicheres Versteck suchen können und niemand von dem gefräßigen Staubsaugermonster verschluckt wird.
„Siggi Silberfisch“ ist bereits das zweite Kinderbuch aus dem CalmeMara Verlag, das bei uns eingezogen ist. Nach der Lektüre muss ich mich nun vollends als Liebhaber der vegan produzierten Bücher mit den ungewöhnlichen (Tier-)Protagonisten und einem Herz für soziale Projekte outen.
Die Zeichnungen sind herrlich wild und farbenfroh. Sie folgen dabei anscheinend keinem bestimmten Muster, sondern wirken, als hätte die Autorin sie rein nach ihrem Gefühl auf den Seiten verteilt. Das passt sehr gut zum weihnachtlichen Trubel sowohl in den vier Wänden als auch in den Herzen der Menschen. Siggi ist mit ihren niedlichen rosa Bäckchen sehr harmlos dargestellt und ihre Freunde, wie der Weberknecht „Ruprecht“ oder die Maus „Carmen-Berta“ in ihrem coolen Käsepullover schließt man ebenfalls schnell ins Herz, sodass hier bei den Kleinsten gar kein Ekel oder Störgefühl von Insekten und Krabbeltierchen im Innenraum aufkommen kann.
Das weihnachtliche Abenteuer nimmt rasant an Fahrt auf und beim Schmökern möchte man am liebsten direkt das Kabel vom Staubsauger aus der Steckdose ziehen, damit keines der kleinen Wesen zu Schaden kommt. Ich mag die Vorstellung davon, dass wir eigentlich viel entspannter in die gemütliche Adventszeit starten dürfen, denn auch der unliebsame Staub hat doch seine Daseinsberechtigung - daran werden uns die Kinder sicherlich nun häufiger erinnern. Weniger putzen und mehr Familienzeit dank Siggi und ihrer Freunde ist damit gewiss.
Besonders gut gefällt mir die feine Ironie von Julia Regett. Als Erwachsener fühlt man sich indirekt ertappt, wenn man im Dezember plötzlich dem Putzrausch verfällt, jeden Krümel eliminiert und sich dann einen abgesägten Tannenbaum aus dem Wald ins Wohnzimmer stellt, der „schmutziger“ ist als das eigene Zuhause je war. 😉
„Siggi Silberfisch“ ist bereits das zweite Kinderbuch aus dem CalmeMara Verlag, das bei uns eingezogen ist. Nach der Lektüre muss ich mich nun vollends als Liebhaber der vegan produzierten Bücher mit den ungewöhnlichen (Tier-)Protagonisten und einem Herz für soziale Projekte outen.
Die Zeichnungen sind herrlich wild und farbenfroh. Sie folgen dabei anscheinend keinem bestimmten Muster, sondern wirken, als hätte die Autorin sie rein nach ihrem Gefühl auf den Seiten verteilt. Das passt sehr gut zum weihnachtlichen Trubel sowohl in den vier Wänden als auch in den Herzen der Menschen. Siggi ist mit ihren niedlichen rosa Bäckchen sehr harmlos dargestellt und ihre Freunde, wie der Weberknecht „Ruprecht“ oder die Maus „Carmen-Berta“ in ihrem coolen Käsepullover schließt man ebenfalls schnell ins Herz, sodass hier bei den Kleinsten gar kein Ekel oder Störgefühl von Insekten und Krabbeltierchen im Innenraum aufkommen kann.
Das weihnachtliche Abenteuer nimmt rasant an Fahrt auf und beim Schmökern möchte man am liebsten direkt das Kabel vom Staubsauger aus der Steckdose ziehen, damit keines der kleinen Wesen zu Schaden kommt. Ich mag die Vorstellung davon, dass wir eigentlich viel entspannter in die gemütliche Adventszeit starten dürfen, denn auch der unliebsame Staub hat doch seine Daseinsberechtigung - daran werden uns die Kinder sicherlich nun häufiger erinnern. Weniger putzen und mehr Familienzeit dank Siggi und ihrer Freunde ist damit gewiss.
Besonders gut gefällt mir die feine Ironie von Julia Regett. Als Erwachsener fühlt man sich indirekt ertappt, wenn man im Dezember plötzlich dem Putzrausch verfällt, jeden Krümel eliminiert und sich dann einen abgesägten Tannenbaum aus dem Wald ins Wohnzimmer stellt, der „schmutziger“ ist als das eigene Zuhause je war. 😉