Berührend und nachdenklich

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Solange ein Streichholz brennt von Christian Huber hat mich beim Lesen wirklich berührt. Die Geschichte von Bohm, der seit Jahren mit seinem Hund Fox auf der Straße lebt, und Alina, deren Karriere als Journalistin ins Stocken geraten ist, geht schnell unter die Haut. Besonders bewegt hat mich, wie menschlich die Figuren gezeichnet sind. Bohm trägt seine Vergangenheit mit sich herum, ohne viel darüber zu sprechen, und versucht einfach irgendwie durchzukommen. Alina begegnet ihm zunächst aus beruflichen Gründen, doch je näher sie sich kommen, desto mehr merkt man, dass hinter beiden viel mehr steckt, als man anfangs denkt. Beim Lesen habe ich oft mitgefühlt. Ich war manchmal traurig, manchmal hoffnungsvoll. Die Geschichte zeigt sehr eindrücklich, wie schnell ein Leben aus der Bahn geraten kann und wie wichtig Begegnungen sein können, die alles verändern. Für mich ein sehr emotionaler Roman über Würde, zweite Chancen und darüber, dass das Leben manchmal ganz andere Wege nimmt, als man erwartet. Tolles Buch.