Welches Leben entgleitet hier?
Solange ein Streichholz brennt, scheint Licht. Dieses Licht brennt von allein, wenn man es mit seiner eigenen Antriebskraft anschnippt. In einem intensiven Frage-Antwort-Spiel zwischen den beiden Hauptcharakteren Bohm und Alina dreht sich alles um die zentrale Frage: Wie entgleitet ein Leben?
Eigentlich würde man annehmen, dass die Geschichte das herzzerreißende, traurige und düstere Schicksal des unnahbaren Obdachlosen Bohm nachzeichnet, während er von der ehemals aufstrebenden Reporterin Alina begleitet wird. Alina, der von ihrem Sender mit dieser Reportage nur noch ein letzter Brotkrümel hingeworfen wurde, um ihre Karriere irgendwie zu retten, fungiert dabei als Beobachterin. Doch Bohm ist kein leichtes Opfer für die Kamera. Er geht diesen "Pakt mit dem Teufel" nur ein, um seine letzte Würde und Menschlichkeit zu wahren. Er will den Hund retten, der ihm zugelaufen ist und ihm nachts Wärme spendet.
Das Buch folgt konsequent dem Motto „Hinschauen statt Wegschauen”. Dabei stellt sich eine unbequeme Wahrheit heraus: Oft sind es die anderen Leben, die entgleiten oder es schon längst sind. Christian Huber zeigt eindrucksvoll, dass ein Leben bereits in Trümmern liegen kann, obwohl es objektiv betrachtet gar nicht danach aussieht. Während alle auf Bohm starren, um zu sehen, wie ein Mensch fällt, merken sie nicht, dass sie selbst den Boden unter den Füßen verloren haben. Am Ende führt die Geschichte uns zurück zu einem verwinkelten Steinhaus in Bayern, wo Bohms Schicksal seinen Lauf nahm. Es ist ein Buch, das uns zwingt, unsere Definition von Scheitern zu überdenken. Solange das Streichholz brennt, bleibt ein Rest Licht und die Erkenntnis, dass das Entgleiten oft dort stattfindet, wo wir es am wenigsten vermuten.
Eigentlich würde man annehmen, dass die Geschichte das herzzerreißende, traurige und düstere Schicksal des unnahbaren Obdachlosen Bohm nachzeichnet, während er von der ehemals aufstrebenden Reporterin Alina begleitet wird. Alina, der von ihrem Sender mit dieser Reportage nur noch ein letzter Brotkrümel hingeworfen wurde, um ihre Karriere irgendwie zu retten, fungiert dabei als Beobachterin. Doch Bohm ist kein leichtes Opfer für die Kamera. Er geht diesen "Pakt mit dem Teufel" nur ein, um seine letzte Würde und Menschlichkeit zu wahren. Er will den Hund retten, der ihm zugelaufen ist und ihm nachts Wärme spendet.
Das Buch folgt konsequent dem Motto „Hinschauen statt Wegschauen”. Dabei stellt sich eine unbequeme Wahrheit heraus: Oft sind es die anderen Leben, die entgleiten oder es schon längst sind. Christian Huber zeigt eindrucksvoll, dass ein Leben bereits in Trümmern liegen kann, obwohl es objektiv betrachtet gar nicht danach aussieht. Während alle auf Bohm starren, um zu sehen, wie ein Mensch fällt, merken sie nicht, dass sie selbst den Boden unter den Füßen verloren haben. Am Ende führt die Geschichte uns zurück zu einem verwinkelten Steinhaus in Bayern, wo Bohms Schicksal seinen Lauf nahm. Es ist ein Buch, das uns zwingt, unsere Definition von Scheitern zu überdenken. Solange das Streichholz brennt, bleibt ein Rest Licht und die Erkenntnis, dass das Entgleiten oft dort stattfindet, wo wir es am wenigsten vermuten.