Entspannte Sommertage für den Lesenden mit enttäuschendem Schluss

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knuema Avatar

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Sommertage auf Capri ist ein super passender Titel für diese leichte Sommerlektüre. Ebenso passend und schön gestaltet finde ich das Cover. Der Klappentext klingt dann schon schön träumerisch und lädt dazu ein, dass Buch ins Reisegepäck für den nächsten Strandurlaub einzupacken.
Von Beginn an wird der Lesende wunderbar in Velias Gedankenwelt aufgenommen und kann sich an jeder Stelle in sie hineinversetzen. Roberta Gregorio ist es wunderbar gelungen, Velias Gedanken und Gefühle ebenso wie das Flair Neapels und der Insel Capri zu beschreiben. Ebensogut kann man sich (als Deutscher ;-) ) in die kurzen Ausschnitte von Niklas hineinzudenken und man kann auch mit ihm mitfühlen. Insbesondere dieser Perspektivwechsel hat mir sehr gut gefallen.
Die Geschichte an sich ist eine schön erzählte Romanze, die sich wunderbar im Verlaufe des Buches entwickelt und schöne Höhen und Tiefen hat. Ebenso passend und herzlich finde ich die Nebengeschichte rung um Onkel Salvo.
Deutlich Abzüge gibt es aber für den Schluss. Einerseits finde ich, dass der Klappentext hier schon viel zu weit greift und schon einiges an "Spannung" wegnimmt, da man ja weiß, dass sich Niklas irgendwann auf den Weg machen wird. Andererseits war ich von der Kürze des Schlussabschnittes wirklich enttäuscht. Es wirkt ab dem Eintreffen von Niklas nur noch wie ein Abarbeiten einer Stichpunktliste, um das Buch schnell fertig zu bekommen. Ich hast mich noch auf einige Seiten Lesevergnügen des eBooks gefreut um dann festzustellen: So, das wars, die letzten 30 Seiten sind schon eine neue Leseprobe. Wirklich schade!