Unsicherheiten im Umgang mit Eltern von Sternenkindern abbauen

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Tanja Wirnitzer thematisiert in der „Sternenkinder Mappe – Was Eltern und Mitfühlende tun können: vor dem Abschied, beim Abschied, nach dem Abschied und für immer“ ein sehr persönliches und emotionales Thema, welches viele Familien betrifft. Dabei stellt sie ganz deutlich klar, dass sie lediglich Optionen anbieten kann, die Eltern zur Verarbeitung und Trauerbewältigung jedoch einen eigenen passenden Weg, ggf. auf Basis ihrer Anregungen, finden müssen. Dabei ist das Cover schlicht gestaltet und zeigt viele Sternchen. Weiterhin wird die Verbindung, die Eltern für immer zu ihren Sternenkindern haben, durch eine minimalistische Zeichnung deutlich. Sehr treffend! Immer wieder tauchen liebevoll gewählte und minimalistisch gezeichnete Illustrationen auf. Sehr einfühlsam listet die Autorin zahlreiche Möglichkeiten auf, die jenen Menschen mit Sternenkindern eine Stütze bieten sollen. Auch werden Definitionen gegeben und stets wird im Blick behalten, dass der Umgang sehr individuell ist. Besonders gelungen ist, dass die Autorin nicht nur Optionen für die betroffenen und trauernden Eltern benennt, sondern auch für alle im weiteren Sinne Betroffenen, wie z.B. Angehörige und Freunde, Wege aufzeigt, die Familie zu unterstützen. Tanja Wirnitzers Schreibstil ist sehr gut verständlich und empathievoll. Ich könnte mir vorstellen, dass die meisten betroffenen Eltern nicht zur Verarbeitung zur Lektüre eines solchen Werkes greifen oder erst mit einigem Abstand. Für Mitfühlende hilft es aber sicherlich Unsicherheiten abzubauen und Sternenkinder nicht als Tabu zu behandeln.