Ein magisches Abenteuer mit Charme und einem herrlich sarkastischen Seelentier

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iridia Avatar

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*Seamere College* gehört für mich zu den Büchern, die man wunderbar zwischendurch lesen kann. Die Geschichte macht Spaß, man findet schnell in die Welt und die Charaktere hinein und kann sich gut darauf einlassen. Für ein absolutes Lesehighlight hat es bei mir zwar nicht ganz gereicht, aber ich hatte trotzdem schöne Lesestunden mit dem Buch.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Gwendolyn Chan und Harrisford Briggs erzählt. Ich mag es sehr, wenn man beide Hauptcharaktere begleiten darf und nicht nur eine Perspektive kennenlernt. Natürlich gibt es Bücher, bei denen eine einzelne Sichtweise perfekt funktioniert, aber hier hat der Wechsel zwischen Gwen und Briggs die Geschichte für mich definitiv bereichert. Man versteht dadurch ihre Gedanken, ihre Beweggründe und auch ihre Entscheidungen viel besser.

Die beiden könnten dabei unterschiedlicher kaum sein. Gwen ist eher die introvertierte Musterstudentin, die einfach schnellstmöglich ihren Abschluss schaffen möchte, um ihre Eltern zu unterstützen. Sie wirkt zielstrebig, pflichtbewusst und manchmal auch etwas zurückhaltend. Briggs hingegen war für mich am Anfang eine größere Herausforderung. Er kommt zunächst ziemlich arrogant und unnahbar rüber, sodass ich einige Kapitel gebraucht habe, um wirklich mit ihm warm zu werden. Doch je mehr man über ihn erfährt, desto mehr Facetten bekommt sein Charakter und irgendwann konnte ich seine Handlungen viel besser nachvollziehen.

Im Laufe der Geschichte erfährt man, warum beide unbedingt als Jahrgangsbeste abschließen möchten, um den begehrten Job im Ministerium zu ergattern. Ihre Gründe könnten unterschiedlicher nicht sein, aber beide Sichtweisen sind absolut verständlich. Ich wusste wirklich lange nicht, wem ich hier mehr die Daumen drücken sollte, weil ich beide Charaktere auf ihre eigene Art verstehen konnte.

Die Beziehung zwischen Gwen und Briggs entwickelt sich sehr langsam, was grundsätzlich gut zur Geschichte passt. Besonders Gwen braucht Zeit, um sich über ihre Gefühle klar zu werden. Was mich allerdings zwischendurch etwas genervt hat, war, dass die beiden durch Missverständnisse oder nicht ausgesprochene Probleme immer wieder auf Abstand gegangen sind. Manchmal hätte ein ehrliches Gespräch wahrscheinlich vieles einfacher gemacht.

Auch die Story rundherum konnte mich gut mitreißen. Besonders spannend fand ich die Idee, dass die Magie plötzlich Probleme macht und die großen Konzerne versuchen, diese Auswirkungen herunterzuspielen. Gwen und Briggs wollen der Sache auf den Grund gehen und geraten dabei immer wieder in durchaus gefährliche Situationen. Dadurch bekommt die Geschichte eine schöne Mischung aus Spannung, Magie und Geheimnissen, die mich immer wieder weiterlesen ließ.

Sehr gefallen haben mir auch Gwens Freunde. Sie bringen zusätzlich Leben in die Geschichte und ich mochte, wie sie die beiden unterstützen und ihnen zur Seite stehen. Sie wirken nicht wie bloße Nebenfiguren, sondern tragen ihren Teil dazu bei, dass die Handlung lebendig bleibt.

Mein persönliches Highlight war aber definitiv Gwens „Zwangs-Seelentier“ Percy. Seine typische Katzenart, die sich auch in seinen sarkastischen Kommentaren widerspiegelt, war einfach herrlich. Ich musste über ihn regelmäßig schmunzeln und fand, dass er der Geschichte noch einmal eine ganz besondere Note verliehen hat.

Der Cliffhanger am Ende war dann richtig gut gemacht und macht definitiv Lust auf den zweiten Teil. Insgesamt ist *Seamere College* für mich ein unterhaltsames Buch mit einer spannenden Grundidee, sympathischen Figuren und einer Welt, in die man gerne eintaucht. Auch wenn es kein absolutes Highlight geworden ist, hatte ich viel Freude beim Lesen und bin gespannt, wie die Geschichte weitergeht.