Fantasy mit Tierliebe und modernem Twist

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katercarlo Avatar

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Das Buch hat mir ab Seite Eins gut gefallen, was vor allem an dem Figurenensemble liegt. Ich mochte die Protagonisten auf Anhieb. Die Dynamik zwischen ihnen ist lebendig, authentisch und von Dialogen geprägt, die so spritzig und pointiert geschrieben sind, dass ich oft schmunzeln musste. Man spürt beim Lesen förmlich die Chemie und das Knistern zwischen den Charakteren, was der gesamten Geschichte eine wunderbare Leichtigkeit verleiht. Obwohl oder auch weil sie etwas klischeehaft sind.
Was dieses Buch für mich aber zu einem echten Highlight macht, ist das unverbrauchte Setting: Eine Tiermedizinstudium für magische Wesen ist einfach eine großartige Idee, die Keshe Chow mit viel Liebe zum Detail umgesetzt hat.
Gepaart wird dieses charmante Konzept mit einem unkonventionellen, modernen und fast schon kapitalistischen Magieverständnis. Magie wird hier nicht als mystische, unantastbare Kraft behandelt, sondern als eine Ressource, die kalkuliert, gehandelt und in ein modernes Gesellschaftssystem integriert ist. Dieser Ansatz fühlt sich erfrischend anders an als in der klassischen High Fantasy und hebt das Buch deutlich von der Masse ab.
Man muss zwar fairerweise sagen, dass die Geschichte an einigen Stellen durchaus vorhersehbar ist und man manche Wendungen schon von Weitem kommen sieht. Trotzdem fand ich die Handlung durchweg spannend und emotional packend. Keshe Chow beherrscht es, trotz bekannter Erzählmuster eine Atmosphäre zu schaffen, in der man einfach verweilen möchte. Ich habe jede einzelne Seite gerne gelesen und kann dieses Buch jedem empfehlen, der Lust auf eine moderne, humorvolle und herzerwärmende Urban Fantasy hat.