Guter Anfang, enttäuschender Rest

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marie876 Avatar

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Anfangs war ich wirklich interessiert an der Geschichte, die sofort in die Handlung eingestiegen ist, ohne viel Zeit mit Worldbuilding oder Ähnlichem zu verschwenden. Gwen hat eine Katze gerettet, wir haben den Helden kennengelernt. Ich hatte eine gute Zeit.

Aber dann hat die Katze angefangen zu sprechen und sprechende Tiere sind leider etwas, das ich nur selten in Büchern mag. Denn meistens reden diese Tiere dann genauso wie Menschen, was mich nicht nur generell stört, sondern mich auch immer an Kinderbücher erinnert.

Von meinen persönlichen Vorlieben mal abgesehen, fand ich Gwen und Harrisfords Dynamik am Anfang sehr unterhaltsam. Sie konnten sich nicht leiden, es gab eine kleine Rivalität zwischen ihnen, das war alles recht gut dargestellt. Aber wirklich überzeugen von ihren Gefühlen konnten sie mich nicht. Zuerst haben sie ständig die schrecklichsten Dinge voneinander gedacht und erwartet, aber gleichzeitig darüber fantasiert, wie gutaussehend doch die jeweils andere Person ist. Das fand ich zu widersprüchlich. Und dann ging mir alles etwas zu schnell und ich habe ihnen ihre Gefühle füreinander einfach nicht abgekauft.

Was die Handlung abseits der Liebesgeschichte angeht, war ich anfangs noch interessiert, hab aber, je weiter ich gekommen bin, immer mehr das Interesse verloren.

Auch fand ich, dass sich die Charaktere weniger, wie Personen Mitte zwanzig und mehr wie 18-/19-Jährige gelesen haben, was nervig war.

Ich denke, dieses Buch war ein klarer Fall von Einfach nicht für mich. Aber vielleicht für andere, die sich an den oben genanntent Punkten, weniger stören.


Danke an den Verlag für das Rezensionsexemplar.