Handlung mit Potential

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jessi_bf95 Avatar

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Strange Familiars von Keshe Chow klang für mich vom Klappentext und der Leseprobe her schon unglaublich spannend und mal nach einer etwas anderen Fantasy-Handlung als sonst. Daher war ich schon total gespannt wie es weitergeht.

Die Handlung hatte auch auf jeden Fall Potential. Wir haben hier die Rivalität zwischen den besten beiden Studenten am Seamere College. Harrisford: reich, intrigant und sehr von sich selbst überzeugt und Gwendolynne: Stipendiatin, kommt gerade so über die Runden, sehr zielstrebig und eher für sich.

Ich fand beide auf ihre Art auch sympathisch, aber im Verlauf der Geschichte hat das ständige hin und her zwischen den beiden eher gestört.

Den Schreibstil fand ich sehr angenehm, man konnte der Handlung gut folgen.
Allerdings hat es mir an Tiefe und Emotionen gefehlt. Das Magiesystem beispielweise war eher an der Oberfläche, es wurde wenig erklärt.
Die Rivalität wurde auch zu schnell fallen gelassen, bzw. flammte zwischendurch kurz wieder auf. Die ständigen Missverständnisse zwischen den beiden und die fehlende Kommunikation empfand ich auch einfach nur unnötig dramatisch und kompliziert.
Für mich war da auch keinerlei Tension zwischen den beiden Protagonisten, man hat es ihnen nicht abgenommen.

Das Ende kam für mich zu schnell und abrupt und wirkte von der Handlung auch unrealistisch. Das erste Buch der Reihe konnte mich daher insgesamt leider nicht überzeugen und den zweiten Teil werde ich vermutlich nicht lesen.
Die Geschichte hat zwar Potential, allerdings blieb das auf der Strecke, denn der Fokus war hier eher auf dem Romance-als auf dem Fantasy-Anteil. Für mich daher nur 3,5 Sterne.