Tolle Idee, für mich persönlich jedoch leider nicht gut umgesetzt...

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chiralu Avatar

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Ich war auf der Suche nach einem neuen Fantasy bzw. Romantasy Buch und da stach mir dieses Buch ins Auge, denn das Cover ist definitiv ein Blickfang und gefällt mir sehr.

Genauso gut, oder vielleicht sogar noch besser, gefiel mir der Klappentext, denn die Thematik mit magischer Tiermedizin war etwas ganz Neues für mich und klang super. Magie und Tiere - ja, damit hatte mich die Autorin direkt!

Und der Einstieg in die Geschichte war absolut gelungen. Ich sympathisierte sofort mit Gwendolynne, der jungen Tiermedizinstudentin, die sich allen Regeln widersetzte, um einen Kater zu retten, statt ihn wie befohlen einfach einzuschläfern. Denn ja, ich hätte genauso gehandelt und eben jener Kater war übrigens für mich persönlich der heimliche Star der ganzen Geschichte und ich hätte gerne noch ein bisschen mehr von ihm gelesen.

Auch das ganze Magiesystem fand ich sehr interessant. Anders, als in vielen anderen Geschichten, steht in dieser Welt die Magie nicht endlos zur Verfügung, sondern man muss sie sich immer wieder neu kaufen. Für privilegierte, reiche Personen natürlich kein Problem, für andere hingegen ein großes.

Und genau diesen Unterschied haben wir auch bei unserem "Rivals to Lovers"-Couple. Während Harrisford der reiche, privilegierte Sohn ist, gehört Gwen der "finanziellen Unterschicht" an und strebt an Jahrgangsbeste zu werden, damit sie mit dem anschließenden Jobangebot ihre Eltern finanziell entlasten kann. Doch Harrisford will ebenfalls als Jahrgangsbester das Studium abschließen, wenn auch aus einem ganz anderen Grund.

Man merkt anfangs schon die Rivalität zwischen den beiden oder eher gesagt eine gewisse Reibung. Und sowohl die ganze Grundidee mit dem Magiesystem als auch die Beziehung der beiden hätte wirklich viel Potenzial gehabt...

ABER, und das tut mir wirklich leid zu schreiben, denn ich wollte das Buch so gerne mögen, letztendlich konnte mich das Buch leider nicht wirklich überzeugen.

Der Einstieg war stark, fesselnd und mitreißend. Doch dann ließ die Story immer mehr und mehr nach. Zum einen konnte mich die Entwicklung der Beziehung von Gwen und Harrisford nicht überzeugen, was super schade ist. Es fehlte mir an Spannung und an Prickeln. Stattdessen gab es einen Spice Teil, der für mich persönlich einfach nur schlecht, plump und ziemlich cringe war. Und ich fragte mich währenddessen, wie wir eigentlich da hin gekommen sind?!

Vielleicht lag die mir fehlende Anziehung der beiden Protagonisten aber auch daran, dass ich mit den beiden Charakteren im Laufe der Geschichte dann doch nicht mehr ganz so sympathisierte und ich mir zwischenzeitlich immer wieder ins Gedächtnis rufen musste, dass die beiden Mitte zwanzig und nicht etwa erst kurz vor ihrer Volljährigkeit waren... Während Harrisford mir einfach immer wieder zu sehr wie der verwöhnte Sohn vorkam, fand ich Gwendolynne zwischenzeitlich einfach nur noch nervig. Hier fehlte mir die (positive) Entwicklung der Charaktere.

Leider konnte mich auch der Fantasy-Teil im Laufe der Geschichte nicht überzeugen, da dieser leider recht blass blieb und viel tiefer hätte ausgearbeitet werden können für meinen Geschmack. Die ganze Geschichte erstreckte sich auf 496 Seiten, was schon ein ziemlich großer Umfang ist und was gleichzeitig für komplexe Fantasygeschichten auch benötigt wird. Doch dieses Fantasybuch hätte auch auf weniger Seiten gekürzt werden können, denn teilweise zog sich die Geschichte sehr und ich musste mich leider teilweise durchbeißen und kämpfen um nicht vorzeitig abzubrechen.

Ich wollte dieses Buch wirklich mögen, doch bedauerlicherweise konnte es mich einfach nicht überzeugen. Dementsprechend ist es wohl auch wenig überraschend, dass ich den zweiten Teil mit hoher Wahrscheinlichkeit eher nicht lesen werde.

Trotz allem vergebe ich dennoch noch 2 Sterne, da der Einstieg wirklich gut war und die Idee (für mich) neu und erfrischend war. Und vielleicht auch wegen Kater Percy.