Wundervolle Welt, tolles Setting, unreife Lovestory

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haruka Avatar

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Strange Familiars war für mich ein Buch mit richtig guten Ideen, einem spannenden magischen Setting und einigen emotionalen Momenten, auch wenn mich nicht alles überzeugen konnte.
Der Schreibstil ist sehr angenehm und flüssig. Man kommt schnell durch die Seiten und ich war von Anfang an in der Geschichte drin. Das lag sicher auch daran, dass ich Tiere sehr mag: eine magische Welt mitten in England, ein College für magische Tiermedizin.
Diese Handlung rund um die Tiere und die Magieüberladung fand ich wirklich interessant. Man merkt ausserdem, dass die Autorin Tierärztin ist, denn die Beschreibungen der Behandlungen wirken sehr authentisch und detailreich, ohne trocken zu werden. Szenen mit kranken oder verletzten Tieren haben mich berührt.
Die Handlung rund um die Magieüberladung fand ich spannend. Diese Spannung steigert sich sogar im Laufe des Buches und es gibt interessante Wendungen und Enthüllungen.
Womit ich allerdings deutlich mehr Mühe hatte, war die Dynamik zwischen Gwendolynne und Harrisford. Die beiden sind angeblich 24 und 25, aber ihre Interaktionen wirkten auf mich oft eher wie bei Teenagern, aber auch nur wegen Gwendolynne. Dieses ständige Gezanke, Missverstehen und die mangelhafte Kommunikation waren mir stellenweise einfach zu unreif. Gwendolynne hat diese sehr klischeehafte „Ich mag keine Menschen, ich bin anders als die anderen“-Art, und manche Szenen mit ihr waren ehrlich gesagt zum Fremdschämen.
Harrisford hingegen mag ich. Am Anfang wirkt er zwar sehr arrogant und selbstgefällig, und auch sein Hintergrund mit dem reichen, gefühlskalten Vater ist ziemlich klischeehaft. Aber im Laufe der Geschichte bekommt er mehr Tiefe und seine Charakterentwicklung ist authentisch und überzeugend.
Die Liebesgeschichte selbst hat mich, hauptsächlich wegen Gwendolynne, leider nicht abgeholt. Die Anziehung zwischen den beiden ist zwar irgendwann plötzlich spürbar, aber durch Gwendolynnes kindisches Verhalten konnte ich überhaupt nicht mitfühlen.
Alles in allem ist Strange Familiars für mich ein unterhaltsamer, flüssig geschriebener Auftakt mit einem tollen Setting und einer spannenden Handlung. Darum würde ich die Fortsetzung dann gerne lesen, auch wenn mich die Liebesgeschichte kalt gelassen hat.