Tolle, moderne Story

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lesefieber kati Avatar

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Fred ist etwas genervt, denn an seinem 12 Geburtstag muss sein Vater in Boston arbeiten und seine Mutter zu Onkel Ingmar ins Krankenhaus. Nun soll doch tatsächlich sein blöder großer Bruder Erik ihm bei seinen Partyvorbereitungen helfen...Erik ist leider nicht unbedingt eine große Hilfe, schließlich ist er überhaupt nicht da. Fred hat allerdings noch ein kleines Trostpflaster, denn wegen seines schlechten Gewissens hat sein Vater ihm noch ein extra Geschenk dagelassen und dieses hat es wahrlich in sich.

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Mit der App Switch, die Fred auf seinem neuen Smartphone gefunden hat, geht etwas sehr merkwürdiges vor. Zu Beginn glaubt Fred noch das er nur geträumt hat, im Körper seines Bruders zu stecken, doch nach dem zweiten tausch dämmert ihm dann doch, das er nicht träumt. Durch den tausch bringt Fred nun einiges im Leben seines Bruders durcheinander. Er erfährt dadurch auch, das Erik ein großes Problem hat. Zusammen mit seiner Freundin Svetlana versucht Fred seinem Bruder zu helfen - der ahnt von all dem aber überhaupt nichts.

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Switch You hat es in sich. Mit dieser Geschichte hat sich der Autor Mario Fesler durch die Sonderfunktion seiner App einen guten Start in seine Reihe geschaffen. Mit Technik und gerade Smartphones kann man in der heutigen Zeit fast jedes Kind beeindrucken, deshalb finde ich das Handy mit der Switch App wirklich hochgradig up to Date.

Der Schreibstil wurde sehr jugendlich gehalten und bringt somit die nötige Authentizität mit. Teilweise wirkt es beim lesen wie ein Tagebucht, da Fred und Svetlana uns ihre Aufzeichnungen zur Entdeckung der Switch App erläutern. Durch kleine Illustrationen und unterschiedliche Schriftarten kann man beim lesen gut erkennen wer gerade am Zug ist. Bei einem Fred, der im Erik steckt und der Fred am Küchentisch sitzen sieht, kann man nämlich schonmal etwas durcheinander geraten oder..? ;-)

Mit hat das Buch jedenfalls sehr gut gefallen, die Idee ist wirklich spannend und somit freue ich mich total auf den 2ten Band mit Fred und seinen Freunden.
Zum Schluss nur noch ein kleiner Kritikpunkt: Am Ende fehlte mir der kleine Einblick, wie Erik mit seiner Wissenslücke zurechtgekommen ist und was sein (Freds) Verhalten seiner Freunde gegenüber für Konsequenzen mit sich gezogen hat. Vielleicht gibt es da ja im zweiten Band ein paar Erklärungen zu.