Leider nicht überzeugend

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern
the.literary.wildflower Avatar

Von

Puh, ich hab’s geschafft.
So fühle ich mich nach dem Beenden des Buches, als hätte ich eine anstrengende Aufgabe endlich erledigt.

Ich hatte mich wirklich sehr auf das Buch gefreut, und die Story klang richtig vielversprechend:
Nach drei gescheiterten Beziehungen scheint Natalie mit James endlich ihr Glück gefunden zu haben. Als es jedoch erneut anfängt zu kriseln, hat Natalie Sorge, dass James so enden könnte wie auch ihre drei Exfreunde: tot!
Kann sie James trauen? Kann sie sich selber trauen?

Ich hatte mit dem Buch leider wirklich meine Schwierigkeiten.
Ich habe überhaupt nicht in die Story hineingefunden und bin bis kurz vor dem Ende nicht in einen angenehmen Lesefluss gekommen. Vor allem die erste Hälfte des Buches war für mich mehr Arbeit als Vergnügen. Es ist keine Spannung aufgekommen. Die Handlungen haben sich nur sehr schleppend entwickelt, und die vielen Zeitsprünge und Perspektivwechsel waren zum Teil einfach nur verwirrend.
Auch die Übersetzung hat sich zwischendurch sehr holprig gelesen.
Am interessantesten fand ich die Einblicke in die Psychotherapie-Sitzungen.

Die letzten 100 Seiten haben mir im Vergleich zum Rest des Buches deutlich besser gefallen, sodass ich trotzdem noch 3 Sterne vergeben kann. Der Ton war plötzlich ein ganz anderer, die Handlung wurde spannender, und es gab ein paar ganz gute, wenn auch nicht unbedingt glaubwürdige, Twists.

Es war definitiv nicht der fesselnde Thriller, den ich mir erhofft hatte. Stattdessen hat es sich eher wie weird girl fiction mit starkem Fokus auf toxischen Beziehungen angefühlt.