Fake Dating mit kleinen Schwächen

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
buchgestapel Avatar

Von

Worum geht’s?
So lieb wie Mackenzie ihre Großmutter auch hat, mindestens genauso nervig findet sie deren ständige Verkupplungsversuche. Um wenigstens für kurze Zeit ihre Ruhe zu haben, schlägt sie daher ausgerechnet ihrem Kardiologen-Kollegen Noah vor, ihren Fake-Partner zu spielen – und ahnt dabei nicht, dass sie nicht die einzige ist, die mit dieser kleinen Notlüge Kopf und Kragen riskiert.


Meine Meinung:
Fake Dating ist tatsächlich ein Trope, den ich eigentlich ganz gerne lese, Werwölfe als Element dagegen leider eher weniger. Aufgrund des Hypes um die Autorin wollte ich der Geschichte jedoch trotzdem eine Chance geben – und das hat sich auf jeden Fall mehr gelohnt, als ich vorher geglaubt hätte.

Mackenzie und Noah waren in meinen Augen ein wirklich unterhaltsam zu lesendes Paar, auch wenn es immer wieder Momente gab, in denen ich ihre Handlungen einfach nicht nachvollziehen konnte. In gewisser Weise ist das bei diesem Genre natürlich nicht überraschend, ganz grundsätzlich hätte ich mir aber insbesondere bei der Entwicklung ihrer Gefühle füreinander manchmal etwas mehr Tiefgang gewünscht.

Der Schreibstil an sich war angenehm zu lesen und grundsätzlich flüssig, was es mir relativ leicht gemacht hat, durch die Geschichte zu kommen. Gleichzeitig hatte ich leider hin und wieder das Gefühl, dass weder der Schreibstil, noch das Tempo der Geschichte über den leicht holperigen Plot hinwegtäuschen konnten. Dass vor allem die (körperliche) Beziehung der Protagonisten im Vordergrund stehen würde, war definitiv keine Überraschung, der zentrale Konflikt und vor allem dessen kurze Eskalation waren in meinen Augen aber leider nicht ganz so gut durchdacht, dass das Gesamtbild für mich hundertprozentig stimmig gewesen wäre.

Ignoriert man das allerdings, gibt es durchaus einige lustige Szenen, die zwar teils absurd, deswegen aber nicht weniger unterhaltsam zu lesen sind. Auch der Werwolf-Aspekt dürfte einige Fans finden – zu denen ich persönlich mich jedoch nicht zählen würde. Positiv überrascht hat mich daher auf jeden Fall, dass mich die Werwölfe gar nicht so sehr gestört haben, weshalb ich das Buch auch dann tatsächlich weiterempfehlen würde, wenn man vielleicht nicht so sehr auf Werwölfe oder Gestaltwandler steht.


Fazit:
Auch wenn ich noch immer kein Werwolf-Fan bin und auch diese Geschichte das nicht geändert hat, konnte mich das Buch an sich doch ganz gut unterhalten. Allzu große Erwartungen an Niveau und Tiefgang darf man bei diesem Genre allerdings nicht haben, andernfalls fällt der Unterhaltungsfaktor sehr wahrscheinlich deutlich geringer aus, als das bei mir der Fall war.

Dafür gibt es vier Bücherstapel von mir.