anders als erwartet

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
liz 2910 Avatar

Von

„Wir können doch eine Familie und eine Gang sein, oder?“ In einer Ganz zu sein klingt spaßig, und in dieser dummen Stadt ist ja alles verboten, was einigermaßen Spaß macht.“
Seite 185

Armut und Bandenkriminalität sind außerhalb des prunkvollen Palastes in Rainshadow City an der Tagesordnung. Die drei Wahlgeschwister Toshiko, Jun und Mei kämpfen gemeinsam ums Überleben in einer Welt, die sie nicht haben will, während Haru, der Sohn der Kaiserin Freundschaft mit Sonnengeistern schließt. Und dann ist da noch Theo, der Fremde mit den seltsamen Fähigkeiten.
Ihre aller Schicksale werden verwoben, als Toshiko eine geheimnisvolle Drachenperle stiehlt und dadurch eine Reihe von Ereignissen ins Rollen bringt.

„Pancakes kriegen das meiste wieder hin.“
Seite 42

Ich liebe Geschichten über Wahlgeschwister und Familien und diese drei sind wirklich eine gelungene Kombi ^^ Ein Nerd, ein liebevoller großer Bruder und Koch und eine Draufgängerin – was kann da schiefgehen? So ziemlich alles! Das Buch beginnt lockerleicht und humorvoll mit einem riskanten Raubzug, der anders ausgeht als gedacht.
Nach und nach wird es düsterer, Fantasy Elemente treffen auf Technik, dazu kommt Kriminalität und politische Intrigen im japanischen Setting. Durch die verschiedenen Figuren wird das Erzählen vielschichtig, aber auch verworren. Ich mochte den Einstieg in die Geschichte super gern, bin dann aber nach und nach etwas auf der Strecke geblieben, obwohl mir der Plot an sich gut gefallen hat. Ich kam mit dem Verhalten der Figuren hier und da nicht ganz hinterher und um Timon aus König der Löwen zu zitieren „Wo kommt auf einmal der Affe/Drache her?!“ Auch zum Setting und der politischen Situation hätte ich noch ein oder zwei Rückfragen.
Ich glaube als Teenager hätte ich das Buch sehr geliebt =)
Ein guter Plot, mit ein zwei Lücken, in einem düsteren, aber spannenden Setting in dem Elemente zusammentreffen, die hier wirklich cool kombiniert worden sind.

„Ich muss nicht darauf warten, dass mir etwas passiert. Ich habe die Wahl.“
Seite 70