Ein atmosphärischer Stand-alone-Start in eine neue Fantasy-Trilogie
Grey und Kier kennen sich bereits seit ihrer Kindheit. Unsere Geschichte führt uns nach Idistria – eine Insel, die aus zahlreichen, miteinander verfeindeten Staaten besteht. Magie ist hier allgegenwärtig, doch das Magiesystem unterscheidet sich deutlich von dem, was man sonst so kennt: Es gibt Magier und sogenannte Quellen. Quellen können keine eigene Magie wirken, sind jedoch unverzichtbar für die Kräfte der Magier. Genau eine solche Verbindung teilen auch Grey und Kier, die als perfekt eingespieltes Duo Seite an Seite im Krieg kämpfen. Doch seit Jahren wurde auf der Insel keine neue Quelle mehr geboren. Als die sagenumwobene Insel Locke wortwörtlich verschwand, schwand auch ein Teil der Magie aus Idistria.
Als ein geheimnisvolles Mädchen gerettet werden möchte, verändert sich für die beiden plötzlich alles. Neue Gefahren tauchen auf, neue Fragen – und nicht zuletzt Rätsel, die vor allem Greys Vergangenheit betreffen und ihre Verbindung auf eine harte Probe stellen.
Zwischen Grey und Kier besteht jedoch mehr als nur eine magische Bindung. Ihre Beziehung lebt von kleinen Momenten, unausgesprochenem Vertrauen und der tiefen Vertrautheit zweier Menschen, die genau wissen, wie der andere denkt.
Die Übersetzung war für mich stellenweise etwas holprig. Einige Wiederholungen, verschachtelte Sätze und kleinere Rechtschreibfehler haben meinen Lesefluss gelegentlich gestört. Normalerweise bin ich bei solchen Dingen nicht besonders empfindlich, doch hier musste ich manches zweimal lesen.
Der Anfang hat mich sofort gepackt, der Mittelteil wirkte dagegen etwas langatmig – vermutlich auch, weil der monotone Alltag der Figuren im Vordergrund stand. Gegen Ende nimmt die Geschichte jedoch wieder deutlich an Fahrt auf. Und da mir Grey und Kier unglaublich sympathisch sind, ihre Slow-Burn-Beziehung mich vollkommen abgeholt hat und ich die Welt sowie das außergewöhnliche Magiesystem wirklich großartig finde, vergebe ich trotzdem vier Sterne.