Ein atmosphärischer Reihenauftakt, der Lust auf mehr macht

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
bücherhummelchen Avatar

Von

Das Buch "The Witch in the Dead of Night" ist der erste Band der Romantasy-Reihe von Charlotte Buckley. Die Geschichte verbindet Hexen, Vampire, Magie, Intrigen und eine geheimnisvolle Mordserie zu einem atmosphärischen Auftakt, der mich vor allem mit seiner düsteren Stimmung und dem gelungenen Weltenaufbau überzeugen konnte.
Im Mittelpunkt steht Finn, die eine der letzten Hexen im Königreich Valen ist und ihre wahre Identität um jeden Preis geheim halten muss. Als ihre Magie entdeckt wird, schließt der Vampirkönig einen folgenschweren Pakt mit ihr. Bis zur Sommersonnenwende muss sie lernen, ihre Kräfte zu kontrollieren, wenn sie überleben möchte. Ausgerechnet Prinz Enhart übernimmt ihre Ausbildung. Während sich die Beziehung der beiden langsam entwickelt, erschüttert eine rätselhafte Mordserie das Königreich und schon bald wird klar, dass hinter den Ereignissen viel mehr steckt, als zunächst vermutet. ...
Der Schreibstil von Charlotte Buckley hat mir sehr gut gefallen. Er ist flüssig, bildhaft und sorgt dafür, dass man leicht in die Geschichte eintauchen kann. Besonders die düstere Atmosphäre wurde hervorragend eingefangen und hat mich durch das gesamte Buch begleitet. Gerade der Einstieg fiel mir dadurch besonders leicht und ich wollte immer mehr über die Welt und ihre Geheimnisse erfahren. Im Mittelteil nimmt sich die Geschichte allerdings viel Zeit für die Ausbildung von Finn. Dadurch wirkte das Tempo stellenweise etwas ruhiger, ohne dass es für mich langweilig wurde.
Finn war für mich eine sympathische Protagonistin. Sie ist mutig, loyal und zeigt trotz ihrer besonderen Fähigkeiten auch Unsicherheiten, wodurch sie authentisch wirkt. Auch Enhart konnte mich schnell für sich gewinnen. Seine ruhige Art und die langsam entstehende Beziehung zwischen ihm und Finn haben mir gut gefallen. Die Dynamik zwischen den beiden entwickelt sich glaubwürdig und passt hervorragend zum Slow Burn-Aspekt der Geschichte. Auch die Nebenfiguren bringen zusätzliche Spannung in die Handlung und sorgen immer wieder für interessante Wendungen.
Insgesamt hat mir der Auftakt der Reihe gut gefallen. Besonders die gelungene Mischung aus Fantasy, Romantik und Mystery sowie die spannende Atmosphäre konnten mich überzeugen. Einige Entwicklungen waren zwar vorhersehbar und an manchen Stellen hätte ich mir etwas mehr Tempo oder emotionale Tiefe gewünscht, trotzdem hat mich die Geschichte bis zum Ende gefesselt. Ich bin neugierig auf die Fortsetzung und gespannt, wie es mit Finn und den anderen Figuren weitergeht.
Ich kann The Witch in the Dead of Night allen empfehlen, die düstere Romantasy mit Hexen, Vampiren und einer langsam entstehenden Liebesgeschichte mögen.