Gelungener Auftakt

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marie09201 Avatar

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Schon nach den ersten Seiten entwickelt „The Witch in the Dead of Night“ eine düstere und geheimnisvolle Atmosphäre. Charlotte Buckley führt uns in das Königreich Valen, in dem Vampire herrschen und Magie eine gefährliche Macht darstellt. Im Mittelpunkt steht Finn, die ihre wahre Identität als Hexe verbergen muss und dadurch schnell in einen Konflikt gerät, der weit größer ist als sie selbst.
Der Schreibstil der Autorin ist angenehm flüssig und lässt sich schnell lesen. Die Handlung wird zügig vorangetrieben, sodass nur selten Längen entstehen. Gleichzeitig sorgen die Mordserie und die zahlreichen Geheimnisse dafür, dass die Spannung erhalten bleibt. An einigen Stellen hätte ich mir allerdings gewünscht, dass die Welt und ihre Hintergründe noch etwas ausführlicher erklärt werden.
Finn wirkt nicht wie eine unbesiegbare Heldin, sondern wie jemand, der erst lernen muss, mit den Folgen seiner Entscheidungen und der eigenen Macht umzugehen. Gerade diese Entwicklung macht sie glaubwürdig. Auch Prinz Enhart bleibt lange schwer einzuschätzen. Seine Nähe zu Finn ist von Misstrauen und Anziehung geprägt, wodurch die langsam entstehende Liebesgeschichte besonders spannend wirkt.
Nicht alle Nebenfiguren werden gleich detailliert ausgearbeitet, dennoch passen sie gut in die Geschichte und tragen zur düsteren Stimmung bei. Insgesamt ist der Roman ein unterhaltsamer Auftakt, der mit einer interessanten Grundidee, flüssiger Erzählweise und einigen offenen Fragen neugierig auf die Fortsetzung macht.