Gelungener Auftakt mit Hexen, Vampiren und politischen Intrigen

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Charlotte Buckley konnte mich mit „The Witch in the Dead of Night“ von der ersten Seite an fesseln. Die Autorin erschafft mit Valen eine atmosphärische Welt, in der Hexen, Vampire, Machtkämpfe und Geheimnisse aufeinandertreffen. Dank ihres bildhaften Schreibstils fiel mir der Einstieg unglaublich leicht und ich konnte komplett in der Geschichte versinken.

Die Handlung entwickelt sich eher ruhig. Die Autorin nimmt sich viel Zeit, ihre Charaktere vorzustellen und die Welt aufzubauen. Trotzdem kam keine Langeweile auf. Die Mischung aus politischen Intrigen, einer geheimnisvollen Mordserie und den Spannungen zwischen den verschiedenen Figuren hat dafür gesorgt, dass ich immer weiterlesen wollte.

Besonders gut hat mir Finn gefallen. Sie ist mutig, loyal und schlagfertig, wirkt dabei aber nie übertrieben perfekt. Ich konnte mich von Anfang an in sie hineinversetzen und mit ihr mitfiebern.

Überrascht hat mich das Love Triangle. Normalerweise bin ich kein Fan von Dreiecksgeschichten und greife eher ungern zu Büchern, in denen so etwas vorkommt. Hier hat Charlotte Buckley mich jedoch eines Besseren belehrt. Die Dynamik wirkt nie künstlich oder nervig, sondern entwickelt sich langsam und glaubwürdig. Statt eines ständigen Hin und Her entsteht eine emotionale Entwicklung, die der Geschichte zusätzliche Tiefe verleiht.

Zwar bleiben große Überraschungen über weite Strecken aus und erfahrene Romantasy-Leser werden einige Entwicklungen früh erahnen. Die Atmosphäre, Finn als Protagonistin und der gelungene Weltenaufbau haben mich dennoch komplett mitgerissen. Immer wieder habe ich mir vorgenommen, nur noch ein Kapitel zu lesen, und konnte das Buch dann doch nicht aus der Hand legen. Im letzten Drittel wird das Tempo deutlich angezogen. Die Ereignisse überschlagen sich und das Ende macht große Lust auf die Fortsetzung.

Fazit: „The Witch in the Dead of Night“ ist ein gelungener Reihenauftakt mit einer sympathischen Protagonistin, einer spannenden Mischung aus Hexen, Vampiren und politischen Intrigen sowie einer fesselnden Atmosphäre. Auch wenn die Handlung stellenweise vorhersehbar ist und sich viel Zeit für den Aufbau nimmt, konnte mich das Buch durchgehend begeistern. Nach diesem Ende kann ich es kaum erwarten, den zweiten Band in den Händen zu halten.