Guter Auftakt mit kleinen Schwächen

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
oh_carnegie Avatar

Von

The Witch in the Dead of Night war für mich ein solider Auftakt eines nicht nur Romantasy-Romans. Das Cover und der Farbschnitt passen perfekt zum sehr spannenden Setting der magischen Welt mit Vampiren und Hexen - sowie jeder Menge politischen Intrigen und spannenden Crime-Elementen.

Der Schreibstil ist flüssig und mitreißend und das Worldbuilding schön klar aufgebaut, sodass ich sehr leicht in die Geschichte eintauchen und mitfiebern konnte.

Finn war für mich eine ansprechende Protagonistin, die eben keine zarte 18 mehr, aber auch keine vollständig ausgebildete Heldin ist. Sie macht Fehler, hat Fehler und Zweifel und eben ihre Ecken und Kanten, aber ist auch bereit hart zu arbeiten und Neues zu erlernen. Dazu passte für mich nicht die Naivität, mit der sie König Mordric vertraut. Diese Beziehung entwickelte sich für mich zu schnell und ich konnte sie nicht nachvollziehen.

Der König selbst war für mich ein wenig spannender Charakter, besonders als sein Bruder, Enhart, ins Bild kam. Hier wusste man als versierter Leser des Genres recht schnell, wohin die Reise geht.

Dafür haben mir die Nebencharaktere sehr gut gefallen; sie waren schön geschrieben und ich fand spannend, wie sich Finns veränderte Stellung auf die Beziehungen ausgewirkt hat.

Insgesamt konnte mich die Geschichte nicht immer überraschen, aber dennoch mitreißen, besonders im letzten Viertel des Buchs. Ich bin gespannt, wie es weiter geht und würde das Buch jedem empfehlen, der noch nicht viele Romantasy gelesen hat.