Hexen und Vampire

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archer Avatar

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Hexen, Vampire, das mysteriöse Verschwinden von jungen Frauen aus der Stadt, eine unheimliche Macht: Was kann da schon schiefgehen?

Antwort: beinahe alles.

Aber von vorn. Finn ist eine der letzten Hexen des Königreichs. Immerhin so weit stimmt der Klappentext. Allerdings hat der Vampirkönig nicht vor, sie zu töten, außerdem werden Hexen zwar vielleicht schief angesehen, aber nicht gejagt. Gefahr droht ihnen zwar dennoch, aber das liegt daran, dass ihr Blut so lecker riecht. Wer also diesen Klappentext verbrochen hat: Sechs, setzen! Richtig ist, dass der Vampirkönig sie ausbilden lässt, weil er sie in seinen Rat holen will. Auch dass sein Bruder sie ausbilden soll, stimmt immerhin. Die Ausbildung geht dann noch weiter und weiter und weiter ...

... und es ist leider so, so langweilig. Dabei fand ich den Anfang richtig gut. Da dachte ich noch, dass Finn ziemlich tough wäre, immerhin schien sie selbstbestimmt zu sein und zu wissen, was sie wollte. Das änderte sich dramatisch, sobald der heiße Vampirkönig sie vor einem besessenen Angreifer rettet. Ab da mutiert sie zu dem typischen NA-Fantasy-Fangirl (des Königs). Finn wurde mir von Seite zu Seite unsympathischer. Für ihre immerhin schon sechsundzwanzig Jahre war sie entweder furchtbar subintelligent oder arg naiv. Mal ehrlich, nicht EIN EINZIGES MAL (!) daran zu zweifeln, dass ausgerechnet der große, mega heiße Vampirkönig sich für sie - eine aus den Outbacks und bisher nur als Dienstmagd gearbeitet - interessieren sollte? Hat nicht allein die Tatsache, dass er sie nur wegen ihrer Magie bemerkte, irgendwie vielleicht einen Anhaltspunkt geliefert? Aber nein. Stattdessen lässt sie sich von ihm wie ein Schoßhündchen halten und freut sich über seine Zuwendungen. Und sie entschuldigt sich bei ihm (!), als er sie fast umbringt. Ist klar. Muss ich noch erwähnen, dass der Bruder des Königs ebenfalls mega heiß ist und sich schon quasi von seinem ersten Auftreten an abzeichnete, dass es sich zu einer Tamlin-Rhysand-Geschichte entwickeln wird? Dazu gab es noch ein paar Versatzstücke, die an andere Bücher des Genres erinnerten, wobei ich das nicht mal so negativ bewerten würde, wenn das Ganze nicht So! Entsetzlich! Langweilig! gewesen wäre. Keine einzige Person hat eine erkennbare Persönlichkeit, alles ist oberflächig und die meiste Zeit passiert einfach mal gar nichts, außer dass Finn irgendwelche Zauber lernt. Wiederholend. Ausdauernd, Zum Gähnen.

Glaub nicht, dass ich diese Reihe weiter verfolgen werde. Empfehlungen nur für Hardcore-NA-FAntasyleserinnen, die sich an der Vorhersehbarkeit und Langeweile nicht stören.