Hexen und Vampire, die Lust auf Mehr bereiten!

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gletscherwoelfchen Avatar

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Schon bevor ich überhaupt mit dem Lesen begonnen habe, hat mich "The Witch in the Dead of Night" begeistert. Die Gestaltung des Buches ist wirklich etwas Besonderes. Von den Veredelungen bis hin zu den kleinen Details wirkt alles unglaublich hochwertig und mit viel Liebe umgesetzt. Gerade bei Fantasyromanen trägt eine solche Aufmachung für mich viel zum Leseerlebnis bei. Und hier hatte ich von Anfang an das Gefühl, etwas Besonderes in den Händen zu halten.

Auch inhaltlich gelingt der Einstieg angenehm schnell. Statt sich lange mit der Erklärung der Welt aufzuhalten, konzentriert sich Charlotte Buckley von Beginn an auf die eigentliche Geschichte. Das Worldbuilding fällt dadurch insgesamt eher schlicht aus. Die wichtigsten Grundsätze und Gegebenheiten werden verständlich vermittelt, ohne dass man mit Informationen überschüttet wird. Wer besonders komplexe Fantasywelten mit ausführlicher Historie sucht, könnte sich hier etwas mehr Tiefe wünschen. Mich hat das allerdings kaum gestört, weil der Fokus ganz klar auf der Handlung liegt und diese davon deutlich profitiert.

Genau diese Storyline hat mich nämlich bis zum Schluss gefesselt. Immer wieder werden kleine Hinweise eingestreut, die zunächst unscheinbar wirken, später aber eine deutlich größere Bedeutung bekommen und dadurch zu einem gelungenem Spannungsbogen beitragen.

Der Schreibstil unterstützt dieses Erzähltempo sehr gut. Er liest sich flüssig und schafft es, die Stimmung konsequent aufrechtzuerhalten. Besonders die magischen Elemente fügen sich stimmig in die Geschichte ein, ohne den roten Faden aus den Augen zu verlieren. Insgesamt wirkt dieser Romantasy-Roman dadurch sehr zugänglich und eignet sich auch für Leserinnen und Leser, die sich nicht erst durch seitenlange Erklärungen arbeiten möchten.

Die Protagonistin Finn hat mir dabei durchweg gut gefallen. Ich mag es immer gerne, wenn Charaktere sich im Laufe eines Buches authentisch weiterentwickeln, was hier definitiv gegeben war. Sicherlich war die ein oder andere Kleinigkeit ein wenig klischeehaft. Das ist aber zumindest in diesem (Sub-)Genre keine Seltenheit und hat mich persönlich nicht gestört.

Insgesamt ist "The Witch in the Dead of Night" ein gelungener Auftakt, der weniger durch ein komplexes Worldbuilding als vielmehr durch seine spannende Handlung, die vielen geschickt platzierten Hinweise und seine außergewöhnlich schöne Gestaltung überzeugt. Wer Fantasy mit einer geheimnisvollen Atmosphäre, einer klaren Storyline und einem fiesen Ende sucht, das dem Folgeband entgegenfiebern lässt, sollte sich dieses Buch unbedingt näher ansehen.
4,5/5 Sterne