Langatmiger Einstieg

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nanacookie Avatar

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Finn arbeitet als Zimmermädchen auf Schloss Valnar und verbirgt ein Geheimnis, das niemand erfahren darf. Sie ist eine Hexe, eine der letzten im Königreich. Ausgerechnet der König von Valen, ein mächtiger Vampir, erfährt ihr Geheimnis. Doch anstelle sie töten zu lassen, soll Finn in der Hexenkunst ausgebildet werden. Ausgerechnet der Bruder des Königs soll ihr Training übernehmen. 

Besonders viel zu der Geschichte kann nicht gesagt werden, da in diesem ersten Teil auch nicht viel passiert. Es geht größtenteils um Finns Ausbildung in Magie und um ihr Verhältnis zum König. Vor allem am Anfang erinnert Finns Unterricht sehr an den privaten Unterricht eines bekannten Zauberlehrlings mit einem miesepetrigen Zauberer. Die Parallelen zu diesem anderen Buch fand ich schon sehr deutlich. Zumindest wird durch das in die Länge gezogene Training umgangen, dass Finn alles sofort kann und in allem herausragend ist. Zwischendurch werden schöne Kleider von Finn und anderen Personen beschrieben und wie attraktiv zwei bestimmte männliche Charaktere sind. 

An sich wird Finn als eine selbstbewusste und starke Protagonistin eingeführt, die ihren eigenen Willen hat und sich nicht alles gefallen lässt. Trotzdem konnte es sich die Autorin nicht verkneifen, dass Finn mehrmals in der Geschichte von einem Mann heldenhaft gerettet wird. Ansonsten ist es auch wieder die klassische Storyline, das arme Mädchen aus einfachen Verhältnissen trifft auf einen gutaussehenden, mächtigen/reichen Mann. In diesem Fall ist der Mann auch noch hunderte Jahre älter als Finn, was immer einen unangenehmen Beigeschmack hat. Und natürlich ist Finn etwas Besonderes, nicht nur weil sie eine Hexe ist. 

Im letzten Viertel dreht sich das Buch etwas und es kommt endlich Fahrt auf. Auch die Morde der Mädchen treten wieder mehr in den Vordergrund und erhalten Relevanz in der Storyline. Es werden am Ende ein paar Plottwists ausgepackt, von denen man sich einige selbst herleiten bzw. denken konnte. Aber zumindest wird es endlich etwas spannender. 

Ja, es handelt sich um den ersten Teil einer Trilogie, aber wenn man nicht genügend zu erzählen hat, müssen es halt weniger Bände sein. Vor allem die erste Hälfte zieht sich nämlich teilweise sehr. Ich hoffe wirklich, der zweite Teil wird spannender, denn Potenzial ist durchaus vorhanden.