Romantasy mit Vampire Diaries Flair

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wiebkew Avatar

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Rating: 2.5 ⭐

Zuerst einmal vielen Dank an NetGalley, dass ich auf einen ARC (Advanced Readers Copy) lesen durfte.

Charlotte Buckleys Debütroman verspricht Romantasy für Vampire Diaries Fans.

Finn, die letzte bekannte Hexe von Valen, trifft auf zwei charismatische Vampirbrüder, den König und den Kronprinzen des Reiches.
Und während es mit einem von beiden direkt heftig knistert, kann der andere sie gar nicht ausstehen. Blöd nur, dass er Finn ausbilden muss, damit sie ihre Fähigkeiten meistert und dem Königreich eine Hilfe sein kann.

Nachdem mich die Idee begeistert hat, wurde ich von dem Buch leider etwas enttäuscht. Die Inhaltsangabe verspricht eine Murdermystery-Komponente, die leider nur zu Beginn und Ende des Buches relevant ist und von unserer Hauptcharakterin auch fast nicht untersucht wird.
Der erste Band der Reihe verliert sehr viel Zeit in Trainingsausschnitten von Finn, die leider sehr repetitiv wirken.
Insgesamt hat das Buch viele Handlungsstränge angeschnitten, die sehr spontan und wenig in die Gesamtgeschichte integriert wirkten. Ermordete Mädchen in der Stadt, die Spezialkräfte unserer Hauptcharakterin, die Ausbildung für den königlichen Hof, eine Trainingreise aufgrund der Spezialfähigkeit, gefährliche fantastische Kreaturen und ein ganzer feindlicher Hexenzirkel um nur ein paar davon anzuschneiden. Dann hätte ich mir gewünscht, dass es weniger Handlungsstränge gibt, diese für dann aber auch verfolgt werden.

Da es ein Debütbuch ist, hoffe ich jedoch, dass dies mit den Folgebändern für alle Liebhaber von Band 1 auch besser wird.

Für mich persönlich fingen die ersten 25% gut an und danach hat mich das Buch leider sehr schnell verloren.

Was die Charaktere angeht .....
Finn, unsere Protagonistin, konnte ich so gar nicht nachvollziehen. Ohne gemein klingen zu wollen, war sie mir zu naiv und hat viel zu wenig hinterfragt, was um sie herum passiert.
Ich hatte leider häufig das Gefühl, dass ihr die Welt von den männlichen Protagonisten vorgekaut und vorgegeben wird. Und das irritiert mich leider einfach.

Was unsere männlichen Protagonisten angeht, fand ich den sunny Golden-Retriever-Boy am Anfang mal eine gute Abwechslung und habe mich schon fast gefreut. Nur leider ist da ein Kontrollzwang reingerutscht, den ich wirklich nicht genossen habe und teilweise schon stark unangenehm fand.

Unser zweiter Protagonist dagegen ist von Anfang an distanziert und abgeneigt und weicht über die Trainingszeit auf und fängt an sich um Finn zu sorgen. Ein Romantasy-Loveinterest nach Lehrbuch.

The Witch in the Dead of Night war also offensichtlich kein Buch für mich.
Ich finde dem Buch hätten mehr Ausarbeitung und Verknüpfung der Handlung gut getan, genauso wie etwas tiefere Charaktere.

Dennoch sehe ich für Romantasyfans durchaus Potential für Charlotte Buckleys Bücher.