Solider Auftakt mit guten Grundideen

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smilla.liest Avatar

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Eine Hexe mit uralter Macht und ein Königreich voller Vampire - das verspricht jede Menge düstere Lesestunden. Was das angeht ist das Buch hinter meinen Erwartungen etwas zurückgeblieben, denn es war weit weniger düster als gedacht. Die Vampire sind hier nicht furchteinflößend oder blutrünstig, und auch die Hexe Finn muss sich aber lange Strecken erstmal ihre Macht erarbeiten.

Als einer der letzten Hexen des Königreichs hat sie ihre Kräfte nämlich lange Zeit versteckt gehalten. Doch als Vampirkönig Mordric ihre Magie entdeckt, lässt er sie zur Beraterin für das Arkane ausbilden. Und das ausgerechnet von seinem mürrischen Bruder, dem Kronprinzen Enhart. Doch nicht alle gönnen Finn den Platz am Königshof und so gerät sie in einen Strudel aus gefährlichen Machtspielen, geheimen Absichten und verbotener Anziehung.

Von der niederen Putzfrau zur Geliebten des Königs mit Sitz im Königsrat - das klingt irgendwie zu schön um wahr zu sein, oder? Da gingen bei mir gleich von Anfang an alle roten Fahnen hoch und deswegen fand ich Finns Verhalten teilweise etwas zu naiv. Die Entwicklung zwischen Finn und Mordric ging mir etwas zu schnell, so dass sie mich emotional nicht ganz erreichen konnte.

Zum Glück hat das Prinz Enhart mit seiner Art und seiner Charakterentwicklung wieder wett gemacht! Auch die Temposteigerung und die Twists zum Ende des Buches haben mich dann nochmal mitgerissen.

Was das Magiesystem anging gab es für mich ein paar Lücken, die mich mit offenen Fragen zurückgelassen haben. Aber vielleicht schaffen die zwei Folgebände da noch Klarheit.

Fazit: optisch ein Highlight und mit guten Grundideen ist "The Witch in the Dead of Night" ein solider Romantasy Auftakt mit viel Potenzial!