Solider Reihenauftakt, der mich trotz leichter Vorhersehbarkeit gut unterhalten hat

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hapedah Avatar

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Seit sie aus ihrem Heimatdorf vertrieben wurde, lebt Finn Erramun in der Hauptstadt von Valen. Als Dienstmädchen in königlichen Schloss unterdrückt sie ihre magischen Kräfte fast ständig, denn Hexen sind in diesem von Vampiren regierten Reich nicht gern gesehen. Doch eines Tages beobachtet ausgerechnet König Mordric, wie Finn sich die Hausarbeit mit einem Zauber erleichtert. Zu ihrer großen Überraschung möchte der Vampirkönig Finn daraufhin als Beraterin in sein Kabinett berufen, dafür soll sie bis zur Sommersonnenwende lernen, ihre Kräfte zu beherrschen, als Lehrer wird ihr Mordrics Bruder, der abweisende Prinz Enhart zugeteilt. Beide Vampire stürzen das Gefühlsleben der jungen Hexe ins Chaos, doch wem kann sie wirklich vertrauen, wenn es darauf ankommt?

"The Witch in the Dead of Night" von Charlotte Buckley ist der Auftaktband einer romantischen Fantasyreihe, der mir einige unterhaltsame Lesestunden beschert hat. Finn war mir schnell sympathisch, sie und alle anderen Figuren fand ich authentisch und greifbar beschrieben, so dass ich immer ein gutes Bild vor Augen hatte. Auch der Hintergrund war für meinen Geschmack anschaulich genug dargestellt, ich konnte die Geschichte wie einen Film in meinem Kopf ablaufen lassen und war emotional tief in der Handlung versunken.

Den fesselnden Schreibstil habe ich sehr gemocht, allerdings komme ich nicht umhin festzustellen, dass die eine oder andere Wendung recht vorhersehbar war. Mehr als einmal habe ich mich gewundert, wie blind Finn einer bestimmten Person vertraute, deren Falschheit mich durch jedes honigsüße Wort hindurch angeblitzt hat. Diese Naivität der Protagonistin und die Widersprüchlichkeit zwischen ihrem Handeln und den versteckten Emotionen haben mir beim Lesen ein ungutes Gefühl gegeben, was das Lesevergnügen ein wenig geschmälert hat. Nichtsdestotrotz bin ich neugierig genug zurück geblieben, um mich auf den Folgeband zu freuen, in der Hoffnung, dass Finn dort aus ihren Fehlern lernen wird.

Fazit: Der solide Reihenauftakt ist zwar stellenweise recht vorhersehbar, hat mich aber dennoch gut unterhalten, so dass ich auch den Folgeband gern lesen werde.