Viel Potenzial, das meiner Meinung nach nicht ausgeschöpft wurde

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern Leerer Stern
mayas_books Avatar

Von

Finn Erramun ist eine der letzten Hexen des Königreichs von Valen. Als Vamipirkönig Mordric ihre Magie entdeckt, tötet er sie nicht, sondern möchte das sie ihr Kräfte bis zur Sommersonnenwende beherrscht. Dazu soll sie Prinz Enhart ausbilden.

Das Buch ist aus der Sicht von Finn geschrieben. Ich habe am Anfang ein wenig gebraucht um da rein zu kommen. Das Magiesystem fand ich aber von Anfang an sehr interessant. Auch das die Vampire quasi die Adligen stellen. Es gab aber von Anfang an ein paar Logikfehler. Vampire können zwar bei Tageslicht raus, aber da sie eher nachts aktiv sind, passen sich alle den Vampiren an. Trotzdem ist es regelmäßig Tag, wenn Finn sich mit Vampiren trifft. Ich hatte ein bisschen das Gefühl das je weiter die Geschichte fortgeschritten ist, diese Lichtempflindlichkeit einfach keine Rolle mehr gespielt hat und man sich darum dann keine Gedanken mehr gemacht hat.

Finn an sich war mir viel zu naiv. Ihr haben wirklich alle gesagt, das es am Hof nur so vor Intrigen trieft und trotzdem hat sie einfach dem König vertraut und den einzigen, der zwar nicht immer nett, aber immer ehrlich schien, von sich gestoßen. Zudem hatte sie ein halbes Jahr und hat angeblich unglaublich viel über ihre Magie gelernt. Aber anscheinend nicht wirklich. Die Situationen in die sie gerät enden meist damit, dass sie gerettet wird und ihre Magie ihr nicht wirklich nützt.

Die anderen Charaktere fand ich teilweise sehr interessant, ich konnte aber nicht unbedingt Tiefe bei ihnen erkennen, entweder sie gefielen mir und kamen kaum vor oder sie haben das Wort Manipulation und Intrigen quasi auf die Stirn geschrieben gehabt. Auch habe ich wegen der Wyvern auf dem Cover ein wenig mehr Interaktion mit ihnen erwartet. Aber im Grunde sind sie glaube ich zweimal in einer Szene vorhanden und dann nur erwähnt. Ein bisschen wie die Jagdhunde einer Jagdgesellschaft.

Eine Entwicklung der Story findet für mich sehr lange nicht statt, Finn ist gedanklich so oft kurz davor die richtigen Schlüsse zu ziehen um dann das genaue Gegenteil zu tun. Auch fühle ich die Liebesgeschichte so gar nicht. Zum Ende des Buches weiß sie plötzlich wen sie liebt, nachdem vorher nahezu keine Tension da war.

Ich hatte mir was anderes erwartet. Das Worldbuilding hat meiner Meinung nach großes Potenzial. Aber insgesamt war das Buch einfach nicht logisch, konsistent und spannend genug.