Zwischen Magie, Macht und Liebe

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alinecharly Avatar

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Finn arbeitet als einfache Angestellte am Hof des Vampirkönigs Mordric, doch was niemand weiß, ist, dass sie eine der letzten noch lebenden Hexen im Königreich Valen ist. Als der König ihre Fähigkeiten entdeckt, will er sie nicht etwa töten, sondern bietet ihr stattdessen einen Platz in seinem Rat an. Dafür muss sie allerdings lernen, ihre Kräfte besser zu beherrschen. Unterstützen soll sie dabei niemand Geringeres als Prinz Enhart, der charmante und gut aussehende Bruder des Königs. Während Finn zunächst Mordric näher kommt, fühlt sie sich im Verlauf der Geschichte immer mehr auch zum Prinzen hingezogen. Wird es ihr gelingen, ihre Kräfte zu beherrschen und ihren Platz in der Gesellschaft zu finden?

Ehrlich gesagt hat mich das Buch mit ziemlich gemischten Gefühlen zurückgelassen. Durch den angenehmen Schreibstil bin ich zunächst gut in die Geschichte gestartet und war fasziniert von dieser neuen Welt. Allerdings hat das nicht lange angehalten, denn schon nach kurzer Zeit hat sich die Handlung extrem in die Länge gezogen und drehte sich eigentlich nur noch um Finns teilweise recht erfolglose Ausbildung. Erst gegen Ende nimmt die Geschichte wieder deutlich an Fahrt auf und wird richtig spannend. Gerade dieser Teil hätte für meinen Geschmack allerdings gerne etwas ausführlicher sein dürfen, da er sich stellenweise doch eher gehetzt angefühlt hat. Auch mit dem Love Triangle konnte ich nicht viel anfangen, vor allem weil Mordric mir von Anfang an unsympathisch war. Die Beziehung entwickelt sich gar nicht richtig, viel mehr landen sie direkt im Bett und sind ab da eine Art Paar. Ich konnte überhaupt nicht nachvollziehen, warum Finn sich zu Mordric hingezogen fühlt. Zwischen den beiden ist bei jedem Aufeinandertreffen das Machtgefälle deutlich zu spüren und Finn scheint in seiner Gegenwart plötzlich kaum noch eine eigene Meinung zu haben. Sie ist vollkommen naiv und akzeptiert eigentlich alles, was Mordric ihr sagt. Viel besser hat mir dagegen die Entwicklung zwischen Finn und Enhart gefallen. Anfangs können die beiden überhaupt nicht miteinander umgehen, doch mit der Zeit verändert sich ihre Beziehung und die Anziehung zwischen ihnen wird immer deutlicher. Natürlich bedient auch das einige bekannte Klischees, aber bei den beiden konnte ich zumindest verstehen, warum Finn sich zu dem Prinzen hingezogen fühlen. Vor allem ist Finn in Enharts Gegenwart deutlich mehr sie selbst. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, was zwar manchmal ziemlich anstrengend ist, da sie sich gefühlt ständig beschwert, traut sich aber auch, ihre eigene Meinung zu sagen und mehr sie selbst zu sein. Allerdings bleibt Enhart für mich etwas blass, da man einfach viel zu wenig über ihn erfährt. Dadurch konnte ich auch nicht wirklich nachvollziehen, was er überhaupt in Finn sieht. Da die Geschichte nur aus Finns Perspektive erzählt wird, bekommt man zudem kaum mit, was in ihm vorgeht, wodurch es schwerer fällt, sich in ihn hineinzuversetzen.

Alles in allem konnte mich das Buch zwar nicht vollständig überzeugen, aber das vielversprechende Ende macht mich neugierig auf den weiteren Verlauf, sodass ich die Trilogie wahrscheinlich trotzdem weiterlesen werde und dem Auftakt 2,5 von 5 Sternen gebe.