Wem kann man glauben?
Optisch sieht das Buch toll aus. Pink und schwarz, das finde ich sehr gut gewählt. Im Mittelpunkt stehen Joy und Benny, die nicht nur beste Freunde sind, sondern auch gemeinsam einen erfolgreichen Podcast führen. Ihre Verbindung wirkt eng und vertraut, fast so, als würden sie sich blind verstehen. Die Geschichte entwickelt sich langsam und lässt sich viel Zeit, die Protagonisten vorzustellen. Der Leser erfährt die hintergründe von Joy und Benny, wie sie sich kennengelernt haben und wie sie beste Freunde wurden. Wie es zu der Idee mit ihrem Podcast kam, und so weiter. Die Geschichte wird besonders spannend durch das Manuskript, das Benny findet. Darin erzählt Joy ihre eigene Geschichte. Nach und nach kommen Geheimnisse ans Licht, die zeigen, dass nicht alles so war, wie es nach außen wirkte. Gerade dieser Wechsel zwischen Gegenwart und den Einblicken in Joys Gedanken hat mir gut gefallen. Es geht hier nicht nur um den Vermisstenfall, sondern auch um Freundschaft, Vertrauen und die Frage, wie gut man einen Menschen wirklich kennt. Immer wieder habe ich mich gefragt, was stimmt und was nicht. Wem kann man glauben? Die Mischung aus Spannung und Gefühl hat mir gut gefallen.