Ein Sachbuch-Highlight mit morbidem Charme
Klassische Pilzratgeber und Sachbücher zu Giftpilzen gibt es zuhauf, doch „To Die For“ geht völlig neue Wege. Hier zeigt sich auf wunderbarste Weise, was möglich ist, wenn sich wie bei Jedrzej Golecki Passionen für Grafik-Design, Mykologie und Morbides vereinen. Allein die Gestaltung ist eine Augenweide. 17 Giftpilzen ist je ein eigenes Kapitel gewidmet, das stets mit einem Zitat in roter Frakturschrift auf schwarzem Grund eingeleitet wird. Anschließend folgen, ebenfalls jeweils ganzzseitig mit schwarzem Hintergrund, eine detaillierte Farbzeichnung im Stil historischer Naturforscher, ein informativer Steckbrief sowie eine Übersicht der Trivialnamen in verschiedenen Sprachen. Auf den nächsten (weißen) Seiten taucht man ein in eine wahre Geschichte rund um den entsprechenden Pilz – das kann ein spannender Kriminalfall sein, ein unglücklicher „Pilzunfall“ in der Küche, eine spezielle kulturelle Verwendung o.ä. Diese wird ergänzt durch passende Fotografien oder Illustrationen. Das Kapitel „Horrible mentions“, in dem weitere Giftpilze kurz vorgestellt werden (inkl. Zeichnung und Steckbrief, aber ohne Anekdoten), rundet das Buch ab.
Obwohl ich selbst Pilze nur höchst selten esse und mich bisher nicht besonders für sie interessiert habe, hat mich „To Die For“ total begeistert, und auch Mann und Sohn haben es sich schon geschnappt. Besonders fasziniert und überrascht hat mich, dass viele Giftpilze früher oder in bestimmten Regionen der Welt als Delikatesse galten bzw. gelten. Wer hätte etwa gedacht, dass der Fliegenpilz in Teilen Japans aufgrund einer besonderen Art der Zubereitung früher sehr geschätzt wurde? Auch wenn man jedes Kapitel für sich lesen kann und sich das Buch dadurch prima zum gelegentlichen Schmökern eignet, wollte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen und habe es binnen eines Wochenendes komplett gelesen.
Echte Pilzfans kommen an „To Die For“ eigentlich gar nicht vorbei, aber ich empfehle es auch allen, die sich für spannende historische und kulturelle Anekdoten mit morbidem Charme begeistern können.
Obwohl ich selbst Pilze nur höchst selten esse und mich bisher nicht besonders für sie interessiert habe, hat mich „To Die For“ total begeistert, und auch Mann und Sohn haben es sich schon geschnappt. Besonders fasziniert und überrascht hat mich, dass viele Giftpilze früher oder in bestimmten Regionen der Welt als Delikatesse galten bzw. gelten. Wer hätte etwa gedacht, dass der Fliegenpilz in Teilen Japans aufgrund einer besonderen Art der Zubereitung früher sehr geschätzt wurde? Auch wenn man jedes Kapitel für sich lesen kann und sich das Buch dadurch prima zum gelegentlichen Schmökern eignet, wollte ich es gar nicht mehr aus der Hand legen und habe es binnen eines Wochenendes komplett gelesen.
Echte Pilzfans kommen an „To Die For“ eigentlich gar nicht vorbei, aber ich empfehle es auch allen, die sich für spannende historische und kulturelle Anekdoten mit morbidem Charme begeistern können.