Wahnsinn
Marisa Kashino hat mit „Tödliches Angebot“ einen spannenden Psychothriller erschaffen, welcher die LeserInnen Schritt für Schritt in den Bann zieht und psychologisch raffiniert aufgebarbeitet ist. Dies gelingt Kashino insbesondere durch die gewählte Protagonistin, mit der die Leserschaft wohl zunächst keine Sympathie aufbauen kann. Je mehr Margo sich in die wahnhafte Suche nach ihrem Traumhaus begibt, umso absurder und skurriler werden die Ereignisse. Insbesondere Kashinos Schreibstil, in welchem Margo aus der Ich-Perspektive erzählt, bindet die LeserInnen zunehmend in Margos Handlungen ein. Begleitet von schwarzem Humor erleben wir Margos Handlungen, Gefühle sowie Gedanken hautnah. Dabei spielen unzügelbare Wut, Verzweiflung sowie Besessenheit und ein bitterböser Kampf um das Traumhaus eine große Rolle. Margos Wahn spiegelt sich auch im Cover des Buches wider, welches durch die Farbgestaltung ein Hingucker ist. Der Fokus der Protagonistin liegt einzig auf ihrem Traumhaus. Zwischenzeitlich wünscht man Margo sogar mitunter Erfolg, obgleich sie derart unsympathisch wirkt. Zwischenzeitlich sind einige unnötige Längen in das Buch eingebaut, wobei die Spannung insgesamt gut aufrechterhalten werden kann. Ein spannendes und unvorhersehbares Ende ist garantiert. Wer auf der Suche nach einem ungewöhnlichen Psychothriller mit wenig Härte ist, findet sich in „Tödliches Angebot“ wieder. Aufgrund des flüssigen Schreibstils und der spannenden Charaktere möchte ich dieses Buch weiterempfehlen.