Der Anfang etwas zäh, danach aber typisch Karin-Slaughter

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kurzundbuch Avatar

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Tödliches Verderben von Karin Slaughter ist der zweite Band ihrer neuen Reihe um Sheriff Emmy Clifton – und ich mag die Autorin einfach sehr gerne. Ihre Will-Trent- und Sarah-Linton-Reihe begleitet mich schon lange, deshalb war ich neugierig auf Emmy und ihren neuen Fall.
Gemeinsam mit ihrer Kollegin Jude Archer ermittelt Emmy im grausamen Tod von Allison. Deren Tochter Mandy wird dabei schwer verletzt. Jude ist eine ehemalige FBI-Agentin, die erst vor Kurzem wieder in das Leben ihrer Familie zurückgekehrt ist.
Jude mochte ich als Figur besonders gerne. Sie ist sympathisch, während Emmy eher kühl und distanziert wirkt. Karin Slaughter schafft es einfach, ihre Figuren lebendig zu machen und auch die Beziehungen zwischen ihnen interessant zu gestalten.
Mit dem Anfang hatte ich allerdings ziemlich zu kämpfen. Die Ermittlungen sind komplex, es werden viele Informationen und Zusammenhänge eingeführt und ich musste mich wirklich konzentrieren, um nicht den Überblick zu verlieren. Auch das amerikanische Setting hat mich teilweise ausgebremst.
Ab der zweiten Hälfte bin ich dann deutlich besser in die Geschichte hineingekommen. Die Auflösung fand ich schließlich richtig gut gemacht, genau diese Art von Auflösung mag ich an Karin Slaughter.
Mit über 650 Seiten ist Tödliches Verderben kein kurzer Thriller, aber die zweite Hälfte hat mich für den etwas zähen Einstieg entschädigt. Und: Man kann den zweiten Band problemlos lesen, ohne den ersten zu kennen.