Spannender Krimiauftakt

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Kommissar Janosch Janssen ist gerade erst aus Frankfurt zurück in sein Heimatdorf Grimmdorf gezogen, um sich verstärkt um seine Mutter kümmern zu können, als Wanderer im Roten Moor eine Frauenleiche finden. Janssen wird zuerst zum Tatort gerufen und ist geschockt: Die Tote wird als Matilda Nolte identifiziert - eine junge Frau, die im März 2009 nach einer Abiarty spurlos verschwand. Janssens Vater war damals Hauptverdächtiger in den Ermittlungen, hielt den Verdächtigungen jedoch nicht stand und beging Suizid. Die Schuld daran gibt Janssen vor allem Hauptkommissarin Diana Quester, die damals die Ermittlungen verantwortete. Janosch Janssens Ziel ist klar: Er will Matilda Noltes Tod unbedingt aufklären und dabei die Unschuld seines Vaters beweisen.

Mit "Totes Moor" veröffentlichte Lars Engels nicht nur sein Debüt, sondern gleichzeitig auch den Auftakt der Krimireihe um Janosch Janssen. Engels Schreibstil ist flüssig, die Moorlandschaft ist sehr plastisch dargestellt - ebenso wie die Dorfgemeinschaft, in der fast jede*r jede*n kennt und im Laufe der Zeit immer mehr Geheimnisse ans Licht kommen. Erzählt wird auf zwei Zeitebenen und aus wechselnden Perspektiven von Janssen und Quester.
Zwischenzeitlich hatte ich das Gefühl, dass sich die Ermittlungen etwas ziehen, kaum etwas Neues herausgefunden wird, lediglich Janssens Alleingänge bringen Fahrt ins Geschehen. Dennoch herrschte die gesamte Lektüre über eine gewisse Spannung und die Fragen, wie Matilda zu Tode kam, ob Janssens Vater damit zu tun hatte und wie genau es zu seinem Suizid kam, beantworten sich schlussendlich erst am Ende. Engels überzeugte mich mit überraschenden Wendungen zum Schluss und einer gut gewählten Auflösung, die sämtliche Fragen beantwortet.

Guter Auftakt einer neuen Krimireihe im Moor der Rhön.