Mehr als nur eine Lovestory
Mila fällt aus allen Wolken, als ihre Eltern ihr einen Umzug in die Schweiz wegen einer beruflichen Chance ihrer Mutter mitteilen. Das heißt für Mila: weg von ihrer besten Freundin Juno, weg aus ihrem heilen Idyll inmitten eines großen Anwesens in Berlin, weg von all dem Vertrauten, was dem Teenager wichtig ist und weg, bevor ihre lang geplante Sweet-Sixteen-Party mit ihrer besten Freundin stattfinden kann. Dass auch der Umzug für ihren Vater alles andere als leicht ist, wird mit der Zeit immer deutlicher und sowohl Mila als auch der Vater rutschen in etwas hinein, aus dem es irgendwann ausweglos erscheint.
Das Jugendbuch ist keine leichte Kost und ich hätte mir die am Ende des Buches enthaltene Triggerwarnung deutlich früher, ja zu Beginn des Buches gewünscht. Autorin Maxine Reuker greift schwierige, aktuelle und sensible Themen wie Essstörung und Alkoholsucht auf. War sie selbst einst von ersterem betroffen, weiß sie, wovon sie schreibt und das merkt man ihrer Hauptprotagonistin Mila auch an. Die Figur hat Tiefe, man kann ihre Gedanken gut nachvollziehen und erlebt die schleichende Wandlung eines fröhlichen Teenagers zu
einer von Selbstzweifeln und Kontrolle bestimmten Jugendlichen. Dabei ist schockierend zu beobachten, wie diese Krankheit sich allmählich langsam entwickelt, bis sie so groß und raumeinnehmend wird, dass man alleine nicht mehr dagegen ankommt. Emotional geht dieses Buch sehr tief, denn die Story zeigt nicht nur einen Menschen, der sich selbst immer mehr aus den Augen verliert. Auch der Vater ist seinen Problemen nicht mehr gewachsen und für den Lesenden ist es fast schmerzlich mitanzusehen, wie die einst glückliche Familie immer mehr zerbricht.
Die Autorin hat einen packenden Schreibstil, der für die junge Zielgruppe genau richtig erscheint. Nichtsdestotrotz geht Milas Entwicklung an manchen Stellen zu schnell, wodurch ihre innere Wandlung teilweise sprunghaft wirkt. Zwar werden ihre Gedanken und Unsicherheiten nachvollziehbar geschildert, doch bleibt für mich die tatsächliche Tragweite der Essstörung zu undeutlich. Es wird nicht ausreichend herausgestellt, wie gravierend und potenziell lebensbedrohlich diese Erkrankung sein kann – sowohl körperlich als auch psychisch. Dadurch verliert die Darstellung an Dringlichkeit, und die Ernsthaftigkeit der Thematik tritt stellenweise in den Hintergrund. Eine intensivere Auseinandersetzung mit den langfristigen Folgen hätte der Geschichte mehr Tiefe und Authentizität verliehen.
Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass unbedingt noch eine Lovestory eingefügt werden musste, damit sie ins Genre des Jugendbuchs passte. Die Beziehung entwickelt sich sehr schnell, wodurch das Vorgehen des Jungen teilweise überstürzt und wenig einfühlsam wirkt. Statt die Handlung zu vertiefen, lenkt die Romanze stellenweise von der eigentlichen Problematik ab und mindert die Ernsthaftigkeit des Themas.
Insgesamt behandelt der Roman ein wichtiges und aktuelles Thema, das gesellschaftlich nach wie vor hohe Relevanz besitzt. Besonders gelungen ist die einfühlsame Darstellung von Milas Gedankenwelt, wodurch ihre innere Zerrissenheit nachvollziehbar wird. Dennoch wirkt ihre Entwicklung stellenweise zu schnell, und die Gefährlichkeit der Essstörung wird nicht immer deutlich genug herausgearbeitet. Auch die eingefügte Liebesgeschichte erscheint teilweise konstruiert und lenkt vom ernsten Kern der Handlung ab. Trotz dieser Schwächen regt das Buch zum Nachdenken an und sensibilisiert für die Problematik.
Das Jugendbuch ist keine leichte Kost und ich hätte mir die am Ende des Buches enthaltene Triggerwarnung deutlich früher, ja zu Beginn des Buches gewünscht. Autorin Maxine Reuker greift schwierige, aktuelle und sensible Themen wie Essstörung und Alkoholsucht auf. War sie selbst einst von ersterem betroffen, weiß sie, wovon sie schreibt und das merkt man ihrer Hauptprotagonistin Mila auch an. Die Figur hat Tiefe, man kann ihre Gedanken gut nachvollziehen und erlebt die schleichende Wandlung eines fröhlichen Teenagers zu
einer von Selbstzweifeln und Kontrolle bestimmten Jugendlichen. Dabei ist schockierend zu beobachten, wie diese Krankheit sich allmählich langsam entwickelt, bis sie so groß und raumeinnehmend wird, dass man alleine nicht mehr dagegen ankommt. Emotional geht dieses Buch sehr tief, denn die Story zeigt nicht nur einen Menschen, der sich selbst immer mehr aus den Augen verliert. Auch der Vater ist seinen Problemen nicht mehr gewachsen und für den Lesenden ist es fast schmerzlich mitanzusehen, wie die einst glückliche Familie immer mehr zerbricht.
Die Autorin hat einen packenden Schreibstil, der für die junge Zielgruppe genau richtig erscheint. Nichtsdestotrotz geht Milas Entwicklung an manchen Stellen zu schnell, wodurch ihre innere Wandlung teilweise sprunghaft wirkt. Zwar werden ihre Gedanken und Unsicherheiten nachvollziehbar geschildert, doch bleibt für mich die tatsächliche Tragweite der Essstörung zu undeutlich. Es wird nicht ausreichend herausgestellt, wie gravierend und potenziell lebensbedrohlich diese Erkrankung sein kann – sowohl körperlich als auch psychisch. Dadurch verliert die Darstellung an Dringlichkeit, und die Ernsthaftigkeit der Thematik tritt stellenweise in den Hintergrund. Eine intensivere Auseinandersetzung mit den langfristigen Folgen hätte der Geschichte mehr Tiefe und Authentizität verliehen.
Beim Lesen hatte ich das Gefühl, dass unbedingt noch eine Lovestory eingefügt werden musste, damit sie ins Genre des Jugendbuchs passte. Die Beziehung entwickelt sich sehr schnell, wodurch das Vorgehen des Jungen teilweise überstürzt und wenig einfühlsam wirkt. Statt die Handlung zu vertiefen, lenkt die Romanze stellenweise von der eigentlichen Problematik ab und mindert die Ernsthaftigkeit des Themas.
Insgesamt behandelt der Roman ein wichtiges und aktuelles Thema, das gesellschaftlich nach wie vor hohe Relevanz besitzt. Besonders gelungen ist die einfühlsame Darstellung von Milas Gedankenwelt, wodurch ihre innere Zerrissenheit nachvollziehbar wird. Dennoch wirkt ihre Entwicklung stellenweise zu schnell, und die Gefährlichkeit der Essstörung wird nicht immer deutlich genug herausgearbeitet. Auch die eingefügte Liebesgeschichte erscheint teilweise konstruiert und lenkt vom ernsten Kern der Handlung ab. Trotz dieser Schwächen regt das Buch zum Nachdenken an und sensibilisiert für die Problematik.