Ein berührender Appell an die Menschlichkeit
Der sehr berührende Roman von Ute Mank "Und mittendrin der Birnbaum" erzählt die Geschichte von Dora, die nach vielen Jahrzehnten in ihr Heimatdorf Hausen zurückkehrt.
Dora beginnt sich zu erinnern. Sie bewegt sich durch die Straßen und vorbei an all den Plätzen, die sie als Mädchen besuchte. Vorbei an ihrem Elternhaus und dem Haus, in welchem ihre Freundin lebte. Sie erinnert sich an unbeschwerte Zeiten und die ausgelassenen Spiele und Besuche bei ihrer besten Freundin Fanny. Fanny, ein jüdisches Mädchen mit einer jüdischen Familie, so wie es noch weitere jüdische Bewohner in Hausen gab. Alle lebten friedlich miteinander oder auch nebeneinander her, bis der Ton rauher und Feindbilder aufgestellt wurden. Die Meidung und Ausgrenzung der jüdischen Mitbewohner wird auch von Lehrern in der Schule praktiziert, bis hin zu dem Punkt, wo kein jüdisches Kind mehr die Schule besuchen darf. Jüdische Menschen werden auf offener Straße mit Jauche übergossen, verprügelt, ihre Häuser werden beschmiert.
Auch Dora muss als Kind eine Entscheidung treffen, da sie Lehrerin werden möchte. Nur noch ganz heimlich, wenn es bereits dunkel ist und durch die von der Straße abgeschirmte Kellertür, besucht sie hin und wieder Fanny, immer mit dem Gefühl, etwas Verbotenes zu tun.
Als alte Frau schaut Dora nun mit Traurigkeit auf diese Zeit zurück. Vorwürfe beschleichen sie und ihr wird bewusst, wer alles damals weggesehen hat und geschehen ließ, was geschah. Selbst sie.
Vor dem Haus, das Fanny mit ihren Eltern bewohnte, hat man zur Erinnerung Stolpersteine gelegt. Es soll an die jüdischen Menschen erinnern, die hier einst lebten. Es sind vier an der Zahl, obwohl die Familie zu fünft waren. Diese Tatsache lässt Dora nicht los. Der Stein mit Fanny`s Namen fehlt und so breitet das dringliche Bedürfnis in ihr aus, herausfinden zu wollen, was mit Fanny geschah.
Mit einem jungen Mädchen Pina erfährt Dora Unterstützung und erlebt couragierte Hilfe und Mut noch einmal genau hinzusehen.
Es geschieht Erstaunliches, was das Leben einiger Menschen enorm umkrempelt.
Mich hat der Roman sehr bewegt, zum Teil auch erschüttert. Der Autorin ist der Sprung zwischen Vergangenheit und Gegenwart von Kapitel zu Kapitel sehr gut gelungen. Sie beschreibt eindrucksvoll, wie das Geschehen von damals die Menschen einholt, gerade wenn sie nicht darüber sprechen möchten.
Es zeigt auch, dass es immer einige mutige Menschen gibt, die sich anderen annehmen und der Tatsache trotzen, sich dabei selbst in Gefahr zu bringen.
Das Buch ist ein Hoffnungsschimmer und ein Appell an uns in unserer heutigen Zeit. Es ruft uns zu Mitmenschlichkeit auf. Wir sollten aus dem Geschehenen lernen und hinsehen und uns einmischen, wenn Ungerechtigkeit geschieht und Hilfe gefragt ist.
Dora beginnt sich zu erinnern. Sie bewegt sich durch die Straßen und vorbei an all den Plätzen, die sie als Mädchen besuchte. Vorbei an ihrem Elternhaus und dem Haus, in welchem ihre Freundin lebte. Sie erinnert sich an unbeschwerte Zeiten und die ausgelassenen Spiele und Besuche bei ihrer besten Freundin Fanny. Fanny, ein jüdisches Mädchen mit einer jüdischen Familie, so wie es noch weitere jüdische Bewohner in Hausen gab. Alle lebten friedlich miteinander oder auch nebeneinander her, bis der Ton rauher und Feindbilder aufgestellt wurden. Die Meidung und Ausgrenzung der jüdischen Mitbewohner wird auch von Lehrern in der Schule praktiziert, bis hin zu dem Punkt, wo kein jüdisches Kind mehr die Schule besuchen darf. Jüdische Menschen werden auf offener Straße mit Jauche übergossen, verprügelt, ihre Häuser werden beschmiert.
Auch Dora muss als Kind eine Entscheidung treffen, da sie Lehrerin werden möchte. Nur noch ganz heimlich, wenn es bereits dunkel ist und durch die von der Straße abgeschirmte Kellertür, besucht sie hin und wieder Fanny, immer mit dem Gefühl, etwas Verbotenes zu tun.
Als alte Frau schaut Dora nun mit Traurigkeit auf diese Zeit zurück. Vorwürfe beschleichen sie und ihr wird bewusst, wer alles damals weggesehen hat und geschehen ließ, was geschah. Selbst sie.
Vor dem Haus, das Fanny mit ihren Eltern bewohnte, hat man zur Erinnerung Stolpersteine gelegt. Es soll an die jüdischen Menschen erinnern, die hier einst lebten. Es sind vier an der Zahl, obwohl die Familie zu fünft waren. Diese Tatsache lässt Dora nicht los. Der Stein mit Fanny`s Namen fehlt und so breitet das dringliche Bedürfnis in ihr aus, herausfinden zu wollen, was mit Fanny geschah.
Mit einem jungen Mädchen Pina erfährt Dora Unterstützung und erlebt couragierte Hilfe und Mut noch einmal genau hinzusehen.
Es geschieht Erstaunliches, was das Leben einiger Menschen enorm umkrempelt.
Mich hat der Roman sehr bewegt, zum Teil auch erschüttert. Der Autorin ist der Sprung zwischen Vergangenheit und Gegenwart von Kapitel zu Kapitel sehr gut gelungen. Sie beschreibt eindrucksvoll, wie das Geschehen von damals die Menschen einholt, gerade wenn sie nicht darüber sprechen möchten.
Es zeigt auch, dass es immer einige mutige Menschen gibt, die sich anderen annehmen und der Tatsache trotzen, sich dabei selbst in Gefahr zu bringen.
Das Buch ist ein Hoffnungsschimmer und ein Appell an uns in unserer heutigen Zeit. Es ruft uns zu Mitmenschlichkeit auf. Wir sollten aus dem Geschehenen lernen und hinsehen und uns einmischen, wenn Ungerechtigkeit geschieht und Hilfe gefragt ist.