Solides Buch, aber kein Wow-Effekt
Zwar hat Kristina Hauff im letzten Jahr einen neuen Roman veröffentlicht, jedoch wollte ich mich zuerst an ihr Debüt "Unter Wasser Nacht" von 2021 wagen.
In der Nähe der Elbe leben Sophie und Thies sowie Inga und Bodo auf einem gemeinsamen Hof. Früher verband sie nicht nur ihr Zuhause, sondern auch eine enge Freundschaft. Bis zu einem tragischen Ereignis: Aarons Tod. Er ertrank ein Jahr zuvor aus ungeklärten Ursachen im Fluss. Die Ehe von Sophie und Thies wird in den kommenden Monaten auf die Probe gestellt, die Freundschaft zu den Nachbarn zerbricht. Erst eine Fremde namens Mara sorgt für eine neue Dynamik in den Beziehungen aller. Und lüftet Geheimnisse.
Die Spannungen und Risse, die durch Aarons Tod entstanden sind, werden sehr gut und feinfühlig beschrieben. Das mag ich. Das alte Gefüge wurde gehörig aus dem Gleichgewicht gebracht. Nicht nur zwischen den Paaren, sondern auch zwischen den Freunden verändern sich die Beziehungen. Jeder geht auf seine Weise mit möglicher Schuld, Trauer, Neid, Misstrauen und der Realität um. Der Fokus liegt also eher auf dem Innenleben der Protagonisten. Stück für Stück wird jedoch unter anderem auch das Geheimnis um Aarons Tod aufgeklärt.
Ich fand das Gedankenspiel krass, dass der Tod eines Menschen, der zwar dazugehört, ja sogar geliebt wird, aber zeitgleich auch unfassbar bösartig ist, Trauer und Erleichterung zugleich auslösen kann. Kristina Hauff geht an diesem Punkt ganz schön tief rein und wirft unbequeme Fragen auf.
Ich fand die Geschichte, den psychologisch feinen Blick und den Schreibstil gut. Den riesengroßen Wow-Effekt hatte ich jedoch nicht. Vielleicht lag es daran, dass ich mit den Figuren, insbesondere Mara, nicht wirklich warm geworden bin. Ich empfand sie und ihre Rolle oftmals als störend, auch wenn sie diejenige war, die Licht ins Dunkel gebracht hat.
In der Nähe der Elbe leben Sophie und Thies sowie Inga und Bodo auf einem gemeinsamen Hof. Früher verband sie nicht nur ihr Zuhause, sondern auch eine enge Freundschaft. Bis zu einem tragischen Ereignis: Aarons Tod. Er ertrank ein Jahr zuvor aus ungeklärten Ursachen im Fluss. Die Ehe von Sophie und Thies wird in den kommenden Monaten auf die Probe gestellt, die Freundschaft zu den Nachbarn zerbricht. Erst eine Fremde namens Mara sorgt für eine neue Dynamik in den Beziehungen aller. Und lüftet Geheimnisse.
Die Spannungen und Risse, die durch Aarons Tod entstanden sind, werden sehr gut und feinfühlig beschrieben. Das mag ich. Das alte Gefüge wurde gehörig aus dem Gleichgewicht gebracht. Nicht nur zwischen den Paaren, sondern auch zwischen den Freunden verändern sich die Beziehungen. Jeder geht auf seine Weise mit möglicher Schuld, Trauer, Neid, Misstrauen und der Realität um. Der Fokus liegt also eher auf dem Innenleben der Protagonisten. Stück für Stück wird jedoch unter anderem auch das Geheimnis um Aarons Tod aufgeklärt.
Ich fand das Gedankenspiel krass, dass der Tod eines Menschen, der zwar dazugehört, ja sogar geliebt wird, aber zeitgleich auch unfassbar bösartig ist, Trauer und Erleichterung zugleich auslösen kann. Kristina Hauff geht an diesem Punkt ganz schön tief rein und wirft unbequeme Fragen auf.
Ich fand die Geschichte, den psychologisch feinen Blick und den Schreibstil gut. Den riesengroßen Wow-Effekt hatte ich jedoch nicht. Vielleicht lag es daran, dass ich mit den Figuren, insbesondere Mara, nicht wirklich warm geworden bin. Ich empfand sie und ihre Rolle oftmals als störend, auch wenn sie diejenige war, die Licht ins Dunkel gebracht hat.