Misstrauen im eigenen Zuhause – und ein Geheimnis, das alles kippt

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Schon die ersten Seiten von Shari Lapenas „Was sie nicht weiß“ haben mich sofort in diesen typischen Lapena‑Sog gezogen: ein ganz normales Setting, eine scheinbar funktionierende Familie – und dann ein winziger Riss, der sich unaufhaltsam ausweitet. Die Autorin versteht es wie kaum eine andere, aus Alltäglichem eine bedrohliche Spannung zu formen, und genau das spürt man schon in der Leseprobe.

Ich mochte besonders, wie subtil die Unruhe aufgebaut wird. Kleine Bemerkungen, unausgesprochene Gedanken, ein Blick zu lang, ein Satz zu kurz – und plötzlich ist man als Leser mitten in einem Geflecht aus Misstrauen, Halbwahrheiten und der Frage: Wer sagt hier eigentlich die Wahrheit?

Die Figuren wirken greifbar, menschlich, mit Ecken und Kanten. Gleichzeitig spürt man, dass jede von ihnen etwas verbirgt. Dieses Gefühl, dass hinter der Fassade etwas Dunkles lauert, hat mich sofort neugierig gemacht. Lapena spielt geschickt mit Perspektiven und Andeutungen, sodass ich nach der Leseprobe unbedingt wissen wollte, wie tief die Geheimnisse reichen und wer am Ende wirklich Opfer oder Täter ist.