Spannender Auftakt mit vielen offenen Fragen

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frieda500 Avatar

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Die Leseprobe von Was sie nicht weiß hat mich von Anfang an gepackt. Bereits der Prolog sorgt für Spannung und wirft Fragen auf, die sofort neugierig machen. Der Unfall von Bryden wirkt zunächst wie ein alltägliches Ereignis, bekommt aber schnell eine unheimliche Bedeutung, als sie später spurlos verschwindet. Dadurch entsteht direkt eine bedrückende Atmosphäre, die mich zum Weiterlesen motiviert hat.

Besonders gelungen finde ich, dass die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird. Dadurch erhält man Einblicke in die Gedanken der Angehörigen und der Ermittler, während gleichzeitig viele Geheimnisse offenbleiben. Die Sorge von Sam um seine Frau und die Verzweiflung der Familie wirken glaubwürdig und nachvollziehbar.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig und leicht zu lesen. Die Kapitel enden häufig an spannenden Stellen, sodass man automatisch wissen möchte, wie es weitergeht. Außerdem gefallen mir die vielen kleinen Hinweise und Verdachtsmomente, die bereits in der Leseprobe gestreut werden. Dadurch beginnt man sofort selbst zu rätseln, wem man vertrauen kann und was tatsächlich passiert ist.

Einen Stern ziehe ich gedanklich ab, weil die Figuren bisher noch etwas auf Distanz wirken und ich mir im weiteren Verlauf mehr Tiefe bei den Charakteren wünsche. Da es sich aber erst um den Einstieg handelt, sehe ich darin keinen großen Kritikpunkt.

Insgesamt macht die Leseprobe einen sehr starken Eindruck. Die Mischung aus Familiendrama, Ermittlungsarbeit und psychologischer Spannung hat mich neugierig gemacht. Ich möchte unbedingt erfahren, was mit Bryden passiert ist und welche Geheimnisse sich hinter ihrem Verschwinden verbergen.