Spurlos verschwunden.

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fönbo Avatar

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Die Leseprobe zu "Was sie nicht weiß" legt einen absolut rasanten und nervenaufreibenden Start hin.

Die Ausgangssituation sorgt für echte Gänsehaut: Eine Mutter vergisst scheinbar ihre kleine Tochter im Kindergarten und bleibt danach unauffindbar.

Das eigentliche Grauen beginnt, als Ehemann Sam zu Hause ankommt und Brydens Auto, Handy und Portemonnaie unberührt vorfindet.

Shari Lapena beweist hier ihr großes Talent dafür, eine vermeintliche Vorzeigefamilie in einen psychologischen Albtraum zu stürzen. Ihr Schreibstil kommt ohne lange Vorreden aus, liest sich extrem flüssig und baut ab der ersten Seite eine enorme, unterschwellige Spannung auf. Mit winzigen, geschickt gestreuten Andeutungen schafft sie es, tiefes Misstrauen gegenüber allen Beteiligten zu säen.

Die beklemmende Atmosphäre überträgt sich sofort auf die Leserin / den Leser, weil die Szenerie so erschreckend alltäglich wirkt. Jedes Kapitelende fungiert als kleiner Cliffhanger und zwingt einen praktisch dazu, immer weiterzublättern.

Die Dynamik zwischen den Charakteren ist hochgradig manipulativ und lässt unglaublich viel Raum für eigene Spekulationen.

Das passend gestaltete, düstere Cover fängt diese bedrohliche Stimmung visuell hervorragend ein.