Von der ersten Seite an gefesselt

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern
skygirl Avatar

Von

Shari Lapena versteht es einfach, aus einer alltäglichen Situation einen Albtraum zu machen. Schon die ersten Seiten haben mich sofort in die Geschichte hineingezogen. Die Hektik einer Mutter, die zu spät zur Kita kommt, wirkt zunächst völlig gewöhnlich, doch genau das macht den Einstieg so beklemmend. Man spürt förmlich ihren Stress und ahnt noch nicht, welche Folgen dieser Nachmittag haben wird.

Besonders gelungen finde ich, wie viele Fragen die Leseprobe bereits aufwirft. Der Unfall mit dem fremden Mann scheint zunächst nebensächlich, bleibt aber im Gedächtnis. Gleichzeitig wirkt das Leben von Bryden und Sam nach außen perfekt, sodass ihr plötzliches Verschwinden umso rätselhafter erscheint.

Die wechselnden Perspektiven sorgen dafür, dass man ständig neue Informationen erhält und trotzdem nicht weiß, wem man vertrauen kann. Jede Figur könnte etwas verbergen, und genau das macht den Reiz der Geschichte aus. Auch die Ermittlerin hat bei mir sofort Interesse geweckt.

Nach der Leseprobe bin ich vor allem gespannt darauf, was an dem Tag zwischen Brydens Heimkehr und ihrem Verschwinden passiert ist. Die Atmosphäre ist von Anfang an angespannt, und ich habe das Gefühl, dass hinter der scheinbar heilen Fassade noch einige Geheimnisse verborgen liegen. Am liebsten würde ich direkt weiterlesen.