Konstantes Tempo, unvorhersehbar, aber…

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inibieni81 Avatar

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Der Roman hat mich anfangs von der ersten Seite an abgeholt. Das Erzähltempo bleibt die ganze Zeit über konstant hoch, sodass es beim Lesen nie langweilig wurde. Besonders gut fand ich den Schreibstil: Die Geschichte ist aus der personalen Erzählperspektive (Dritte Person) geschrieben, was einen guten, aber psychologisch distanzierten Blick auf die Geschehnisse erlaubt. Ein echter Pluspunkt war auch, dass eigentlich jede Figur eine eigene kleine Nebengeschichte mitbrachte. Dadurch war das Buch unheimlich dynamisch und es ist ständig etwas Neues passiert.
Leider gab es aber somit für meinen Geschmack im Laufe der Handlung einfach zu viele Charaktere und potenzielle Verdächtige. Das hat der eigentlichen Kernstory manchmal etwas den Fokus geraubt. Die vielen Nebengeschichten fühlten sich für mich streckenweise so an, als wären sie nur als reine Ablenkungsmanöver eingebaut worden, um die Identität des wahren Täters zu verschleiern. Zudem wirkten diese Handlungsstränge von einer Seite zur nächsten oft sehr abrupt abgehandelt und regelrecht „abgeschnitten“, das hat mich öfter aus der Story rausgeholt und namentlich verwirrt.
Mein Fazit:
Das Verwirrspiel hat aber auch funktioniert: Ich habe den wahren Mörder bis zum Schluss nicht erraten. Der Plot-Twist hat mich dann doch kalt erwischt. Insgesamt ein solider, kurzweiliger Thriller für zwischendurch!