Menschliche Abgründe
Shari Lapenas neues Thrillerhighlight
Bryden und Sam Frost leben mit ihrer kleinen Tochter Clara in einer wunderschönen Wohnung, haben gute Jobs, keine Geldsorgen und einen tollen erweiterten Freundes- und Familienkreis. Alles ist normal, bis Bryden eines Tages nicht zur gewohnten Zeit in der Kita auftaucht. Zuhause sieht alles unberührt aus, Brydens Computer, Handy und Schlüssel liegen an ihrem Platz – doch Bryden ist spurlos verschwunden.
Sam wird schnell klar, dass seine Frau niemals einfach so verschwinden würde. Er schaltet die Polizei ein und eine Suchaktion beginnt. Er bekommt Unterstützung von Brydens Schwester Lizzie, ihrer besten Freundin Page und auch der Nachbarin, die selbst eine Tochter hat. Alle halten zusammen – auf den ersten Blick.
„Wie kann er Clara vor all dem beschützen? Was soll er ihr sagen?
Was, wenn sie ihre Mutter nicht finden?
Und was, wenn doch?“
Während die Familie verzweifelt zusammenhält, begleiten wir Lesende auch Detective Jayne Salter vom Albany Police Department bei den Ermittlungen. Eins kann ich euch verraten: Je tiefer hier gegraben wird, desto mehr Ungeheuerliches kommt auch ans Licht.
Ist die Familie wirklich so makellos, wie es den Anschein hat? Wie sieht es in der Nachbarschaft aus? Könnte vielleicht noch jemand ganz anderes Bryden etwas Böses wollen?
„Alle hier malen ein perfektes Bild. Aber das kaufe ich ihnen nicht ab.“
Shari Lapenas Schreibstil
In Was sie nicht weiß punktet Shari Lapena mit verschiedenen Perspektiven, die für Abwechslung und Tempo sorgen. Besonders erstaunt hat mich ihr neutraler, oft komplett nüchterner Schreibstil, der mir erstaunlich gut gefallen hat. Das war für mich mal eine erfrischend andere Herangehensweise an die Erzählung. Es klammert die emotionale Verbindung zu den Charakteren gewissermaßen aus und setzt sie alle auf ein Level – und uns in die Position der neutralen Betrachtenden, was uns zu optimalen Ermittelnden machen sollte.
„Die perfekte kleine Familie. Und dann beginnt man, unter die Oberfläche zu schauen, und nach und nach kommt alles ans Licht – all die Hässlichkeit.“
Shari Lapena macht es besonders knifflig, denn in Was sie nicht weiß hat jede Person mindestens ein Geheimnis und wirkt daher irgendwie verdächtig. Perfekt zum Miträtseln! Auch dass die Autorin hier das Thema True Crime mit einfließen lässt, erzeugt einen hochspannenden Erzählstrang, der zum Nachdenken anregt.
Ich muss unbedingt auch erwähnen, dass der Originaltitel She Didn’t See It Coming einfach noch besser zur Geschichte passt als das auf Deutsch gewählte Was sie nicht weiß. Wenn ihr das Buch gelesen habt, werdet ihr mich verstehen.
„Manchmal wusste er nicht, wer er war oder warum er die Dinge tat, die er tat. Manchmal überkam ihn eine Laune, und er brauchte jemanden, der seine Wut und seinen Stress abkriegte.“
Mein Fazit
Shari Lapena bietet mit ihrem neuen Thriller Was sie nicht weiß spannende Leseunterhaltung, die vor allem mit den oft nur angerissenen menschlichen Abgründen besticht. Bei mehr als einer Figurengestaltung musste ich aufhorchen und könnte mir direkt weiteren Stoff für mehr als einen neuen Thriller vorstellen.
Wir bekommen hier in meinen Augen eine charaktergetriebene Story, die dauerhaft neugierig macht und durch den Schreibstil auch irgendwie anders war als die Thriller, die ich sonst lese. Ich habe enorm gerne mitgerätselt und kam erstaunlich schnell durch die Lektüre.
„Es ist erschreckend, was man findet, wenn man anfängt, die Steine umzudrehen und darunter zu schauen.“
Die Zitate, die ihr in meiner Rezension findet, sind bei Weitem noch nicht alle, die ich mir auf dem E-Reader markiert habe. Ich liebe es, wenn Autorinnen neben der Spannung auch sprachlich überzeugen können und das gelingt Shari Lapena hier wirklich hervorragend.
Wenn ihr also auf der Suche nach einer neuen Lektüre seid, die mit Spannung und Figuren gleichermaßen punkten kann, kann ich euch Was sie nicht weiß definitiv empfehlen.
„Sie wünschte, dies wäre ein Buch, das sie zur Seite legen könnte; sie will nicht wissen, was als Nächstes geschieht.“
Bryden und Sam Frost leben mit ihrer kleinen Tochter Clara in einer wunderschönen Wohnung, haben gute Jobs, keine Geldsorgen und einen tollen erweiterten Freundes- und Familienkreis. Alles ist normal, bis Bryden eines Tages nicht zur gewohnten Zeit in der Kita auftaucht. Zuhause sieht alles unberührt aus, Brydens Computer, Handy und Schlüssel liegen an ihrem Platz – doch Bryden ist spurlos verschwunden.
Sam wird schnell klar, dass seine Frau niemals einfach so verschwinden würde. Er schaltet die Polizei ein und eine Suchaktion beginnt. Er bekommt Unterstützung von Brydens Schwester Lizzie, ihrer besten Freundin Page und auch der Nachbarin, die selbst eine Tochter hat. Alle halten zusammen – auf den ersten Blick.
„Wie kann er Clara vor all dem beschützen? Was soll er ihr sagen?
Was, wenn sie ihre Mutter nicht finden?
Und was, wenn doch?“
Während die Familie verzweifelt zusammenhält, begleiten wir Lesende auch Detective Jayne Salter vom Albany Police Department bei den Ermittlungen. Eins kann ich euch verraten: Je tiefer hier gegraben wird, desto mehr Ungeheuerliches kommt auch ans Licht.
Ist die Familie wirklich so makellos, wie es den Anschein hat? Wie sieht es in der Nachbarschaft aus? Könnte vielleicht noch jemand ganz anderes Bryden etwas Böses wollen?
„Alle hier malen ein perfektes Bild. Aber das kaufe ich ihnen nicht ab.“
Shari Lapenas Schreibstil
In Was sie nicht weiß punktet Shari Lapena mit verschiedenen Perspektiven, die für Abwechslung und Tempo sorgen. Besonders erstaunt hat mich ihr neutraler, oft komplett nüchterner Schreibstil, der mir erstaunlich gut gefallen hat. Das war für mich mal eine erfrischend andere Herangehensweise an die Erzählung. Es klammert die emotionale Verbindung zu den Charakteren gewissermaßen aus und setzt sie alle auf ein Level – und uns in die Position der neutralen Betrachtenden, was uns zu optimalen Ermittelnden machen sollte.
„Die perfekte kleine Familie. Und dann beginnt man, unter die Oberfläche zu schauen, und nach und nach kommt alles ans Licht – all die Hässlichkeit.“
Shari Lapena macht es besonders knifflig, denn in Was sie nicht weiß hat jede Person mindestens ein Geheimnis und wirkt daher irgendwie verdächtig. Perfekt zum Miträtseln! Auch dass die Autorin hier das Thema True Crime mit einfließen lässt, erzeugt einen hochspannenden Erzählstrang, der zum Nachdenken anregt.
Ich muss unbedingt auch erwähnen, dass der Originaltitel She Didn’t See It Coming einfach noch besser zur Geschichte passt als das auf Deutsch gewählte Was sie nicht weiß. Wenn ihr das Buch gelesen habt, werdet ihr mich verstehen.
„Manchmal wusste er nicht, wer er war oder warum er die Dinge tat, die er tat. Manchmal überkam ihn eine Laune, und er brauchte jemanden, der seine Wut und seinen Stress abkriegte.“
Mein Fazit
Shari Lapena bietet mit ihrem neuen Thriller Was sie nicht weiß spannende Leseunterhaltung, die vor allem mit den oft nur angerissenen menschlichen Abgründen besticht. Bei mehr als einer Figurengestaltung musste ich aufhorchen und könnte mir direkt weiteren Stoff für mehr als einen neuen Thriller vorstellen.
Wir bekommen hier in meinen Augen eine charaktergetriebene Story, die dauerhaft neugierig macht und durch den Schreibstil auch irgendwie anders war als die Thriller, die ich sonst lese. Ich habe enorm gerne mitgerätselt und kam erstaunlich schnell durch die Lektüre.
„Es ist erschreckend, was man findet, wenn man anfängt, die Steine umzudrehen und darunter zu schauen.“
Die Zitate, die ihr in meiner Rezension findet, sind bei Weitem noch nicht alle, die ich mir auf dem E-Reader markiert habe. Ich liebe es, wenn Autorinnen neben der Spannung auch sprachlich überzeugen können und das gelingt Shari Lapena hier wirklich hervorragend.
Wenn ihr also auf der Suche nach einer neuen Lektüre seid, die mit Spannung und Figuren gleichermaßen punkten kann, kann ich euch Was sie nicht weiß definitiv empfehlen.
„Sie wünschte, dies wäre ein Buch, das sie zur Seite legen könnte; sie will nicht wissen, was als Nächstes geschieht.“