Nicht ganz überzeugend

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tigerbea Avatar

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Bryden und Sam Frost führen eine glückliche Ehe, sind erfolgreich im Beruf und stolze Eltern der 3jährigen Clara. Als Sam vom Kindergarten einen Anruf erhält, daß Bryden Clara nicht abgeholt hat, muß er zu Hause feststellen, daß alles in Ordnung erscheint. Brydens Auto steht in der Tiefgarage, Schlüssel, Handy und Portemonnaie liegen in der Wohnung. Bryden jedoch bleibt verschwunden.

"Was sie nicht weiß" von Shari Lapena konnte mich nicht zu 100 % überzeugen. Die Handlung selbst ist spannend. Irgendwie traut man hier niemandem, zumal im Laufe der Zeit herauskommt, daß jeder einzelne Charakter etwas zu verbergen hat. Dies hatte man sofort im Gefühl und bekommt es dann auch bestätigt. Sympathisch war hier tatsächlich niemand, zumal die Charaktere zudem auch sehr blaß beschreiben werden. Ein wirklicher Bezug kam zu ihnen nicht auf. Durch die ganzen unterschwellig drohenden Geheimnisse wird die Spannung natürlich deutlich erhöht. Gewöhnungsbedürftig dagegen ist der Schreibstil, mit dem ich nicht richtig warm wurde. Er ist nicht schlecht oder unverständlich, jedoch wird hier in jedem Kapitel zwischen den Sichtweisen der Charaktere munter hin und her gesprungen, so daß keine klare Struktur zu erkennen ist. Man muß auch sehr aufpassen, sonst verpasst man die Wechsel. Hier stehen die Befindlichkeiten der Charaktere stark im Vordergrund, während die eigentliche Ermittlungsarbeit vernachlässigt wird. Daran muß man sich erst gewöhnen - oder es sofort mögen. Ich mußte mich erst daran gewöhnen. Die Geschehnisse werden hier ohne Rückblenden aneinander gereiht erzählt, was ich etwas ermüdend fand.