Was ich jetzt weiß
Das Cover von, "Was sie nicht weiss" von Shari Lapena ist dunkel, düster und mit einem tollen Farbschnitt versehen. Leider sticht einem der in großen Lettern gedruckte Titel und somit der Rechtschreibfehler auch sofort ins Auge. In der ersten und dritten Person Singular wird das Verb mit einem "ß" geschrieben, doppelt s ist die falsche Rechtschreibung. So, genug der Besserwisserei von mir. Das Buch bekommt von mir die volle Punktzahl, denn es hat alles was es zu einem guten Thriller braucht. Bryden, Vorzeigeehefrau von Vorzeigeehemann Sam, verschwindet eines Tages spurlos, nachdem sie Vorzeigetochter Clara in der Kindertagesstätte abgegeben hat und angeblich im Home-Office in ihrem Vorzeigeberuf arbeiten will. Das natürlich in ihrem schicken Vorzeigeappartement. Bei der Familie Frost scheint alles perfekt zu sein. Doch nun der Schock, von Bryden fehlt jede Spur, obwohl ihr Auto noch in der Tiefgarage steht und ihr Handy auf dem Tisch liegt. Sam schaltet hilflos und aufgewühlt die Polizei ein und Detective Jayne Salter wird auf den Fall angesetzt. Sie geht dem kleinsten Hinweis nach, vernimmt Sam, die ganze Familie, die Freunde und die Nachbarn. Die Autorin schafft es immer wieder, spannende Wendungen einzubauen und bis zum packenden Ende war ich im Ungewissen. Ist Brydon etwas angetan worden, oder ist sie freiwillig abgetaucht? Zweiteres wäre auch möglich, denn nach und nach bröckelt die "Heile-Welt-Fassade" und ich konnte nicht anders als diesen Roman in einem Rutsch durchzulesen. Interessant sind die Perspektivwechsel der an Anzahl überschaubaren Personen. Zeitweise wirkt der Sprachstil sachlich und nüchtern, aber er ist immer klar, flüssig und hat Suchtpotenzial. Allerbeste Unterhaltung und ich weiß jetzt, wie es endet ...